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Ein verstaubtes

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Die höllische Welt des Zauberers Alaric

Die Niederschrift meiner Reise zu Alaric beginnt nun.

Ich schreibe dies nieder, weil ich mich nicht mehr erinnern kann, ob ich je wirklich gegangen bin. Die Berge und Täler meiner Reise haben sich in den Falten meines Gehirns eingerichtet, und die Stimme des Zauberers spricht manchmal mit meiner eigenen Zunge. Man sucht nicht Alaric, man wird zu ihm hingezogen, wie Wasser, das dem tiefsten Riss folgt. Diese Aufzeichnung ist mein Versuch, den Riss zu vermessen, bevor er mich ganz verschlingt.

Der Wald atmete uns ein und wir atmeten den Wald.

Der Wald atmete uns ein, und wir atmeten den Wald. Dies war unser erster Pakt, den keiner von uns mündlich schloss. Der Geruch nach feuchter Erde und faultem Holz, nach etwas Metallischem, das an altes Blut erinnerte, füllte die Lungen bis zum Brennen. Wir, eine stumme Prozession von gebrochenen Silhouetten, bahnten uns einen Weg durch das Unterholz, das sich wie klammes Haar um unsere Knöchel legte. Niemand sprach. Das Flüstern unserer Füße auf dem Matsch, das Keuchen unserer Brustkörbe waren Gebet genug. Wir folgten keinem Pfad, sondern einer Anziehungskraft, einem dumpfen Ziehen hinter dem Brustbein, das stärker wurde, je tiefer wir vordrangen. Das Licht war hier ein grünes, trübes Gut, das in Tropfen von den Farnen sickerte.

Lukas und der Zusammenbruch seines rationalen Weltgebäudes.

Lukas hatte sich uns erst am Vortag angeschlossen, sein Mantel war zu sauber, seine Stiefel zu wenig abgetragen. Das alles ist ein kollektiver Wahn, sagte er zu mir, sein Atem bildete weiße Wolken in der kalten Luft. Ein intelligenter Scharlatan nutzt die Verzweiflung der Massen. Ich antwortete nicht. Sein Zynismus war eine zweite Haut, die er sich umgelegt hatte, und ich sah die blassen Striemen der Angst darunter. Als das Haus vor uns auftauchte, erstarrte sein Spott auf seinen Lippen. Seine Hand griff nach einem nicht vorhandenen Notizbuch. Das ist unmöglich, murmelte er. Die Türme widerstanden seiner Logik, sie brachen sie. In der Halle, als Alaric uns musterte, sah ich, wie Lukas‘ Verstand arbeitete. Er suchte nach Draht, nach versteckten Projektoren, nach einem rationalen Skelett unter dem Fleisch des Wunders. Er fand nichts. Als das erste Flackern der echten Macht durch den Raum zuckte, hörte ich ein leises, trockenes Geräusch neben mir. Es war das Geräusch seiner Welt, die in zwei Teile brach.

Das Haus des Zauberers als offene Wunde in der Welt.

Plötzlich stand es vor uns, und wir wussten nicht, ob es gewachsen oder aus dem Boden gestampft worden war. Alarics Haus. Es war kein Haus, es war die Verkörperung eines Seufzers aus Stein. Türme, nicht gebaut, sondern erstarrt in einer Geste des Emporstrebens, durchbohrten das Blätterdach. Ihre Spitzen waren unscharf, als fräßen sie das Licht. In den schmalen Fenstern flackerten gelbliche Lichter, langsam, träge, dem Rhythmus eines schlafenden Ungeheuers angepasst. Die Luft vibrierte. Nicht als Klang, sondern als Druck, der auf den Trommelfellen lastete. Ein Mann neben mir, dessen Gesicht ich nie sah, begann leise zu weinen. Es war kein Laut der Trauer, sondern der Erkenntnis. Wir waren angekommen. Das Ziel unserer Sehnsucht sah aus wie eine offene Wunde in der Welt.

Die Halle roch nach Staub und die Dunkelheit lebte.

Die Halle roch nach dem Staub geschlossener Bücher und der trockenen Hitze erloschener Feuer. Das Licht kam von hundert kleinen Flammen, die in Nischen eingeschlossen waren und sich in dem polierten schwarzen Boden spiegelten, ein ganzer Sternenhimmel unter unseren schmutzigen Füßen. Die Wände schienen aus gebündelter Dunkelheit zu bestehen. Dann bewegte sich etwas in dieser Dunkelheit. Es löste sich, trat in den Lichtkreis. Alaric. Er war größer und zugleich zerbrechlicher, als Geschichten ihn malten. Sein Gesicht war ein Netzwerk feiner Linien, nicht des Alters, sondern der Anspannung, als halte seine Haut einen ungeheuren Druck zurück. Er sprach nicht. Seine Augen, die Farbe von verblasstem Regen, gingen über uns hinweg. In ihnen lag keine Begrüßung, nur eine Prüfung. Ich spürte, wie sein Blick meine eigenen verborgenen Risse abtastete, die Stellen, an denen ich nicht mehr ganz dicht war.

Alarics Geschichte von seiner eigenen verlorenen Zeit.

Eines Abends, nachdem das Tor aus Fleisch uns heimgesucht hatte, blieb Alaric unter uns sitzen. Das Feuer warf tanzende Schatten auf die Höhlung seiner Wangen. Ich war einmal wie ihr, sagte er. Seine Stimme war frei von Bedauern, sie war ein flaches, klares Gewässer. Ich suchte nicht nach Wahrheit. Ich suchte nach einem Werkzeug, um eine Stadt niederzubrennen, die mich verachtet hatte. Ich fand die Sternenschrift. Ich las sie nicht mit Demut, sondern mit der Wut eines Diebes. Ich stahl die Macht der Zyklen und bog sie zu meinem Willen. Die Stadt brannte. Sie brannte mit einem kalten, blauen Feuer, das die Steine auflöste, aber die Menschen unversehrt ließ. Sie standen da und sahen zu, wie ihr Gedächtnis aus Stein verschwand. Mein Triumph war vollkommen. Und dann kam der Preis. Die geborgte Macht begann, mich zu verdauen. Jeder Gebrauch fraß ein Stück von dem, was ich war, und ersetzte es mit dem Echo dessen, was ich zerstört hatte. Dieses Haus ist kein Refugium. Es ist meine Zelle und mein Schutz zugleich. Ihr sucht Heilung. Ich suche einen Weg, den Gefängniswärter zu überlisten.

Das Tor aus Fleisch und Erinnerung öffnete sich.

Er führte uns hinab. Die Treppe war keine Treppe, sondern eine spiralförmige Aushöhlung im Gestein, feucht und glatt. Die Kälte hier besaß Zähne. Sie biss nicht in die Haut, sondern in die Erinnerung. Mit jedem Schritt stiegen Bilder auf, die ich vergraben glaubte. Der Geruch von verbranntem Brot aus der Küche meiner Mutter. Das Kreischen einer nicht gehaltenen Versprechung. Vor uns öffnete sich ein Raum, und in seiner Mitte thronte das Tor. Es war kein Obsidian. Es war etwas Organischeres, eine glänzende, schwarze Membran, die sich über einen steinernen Rahmen spannte. Darunter pulsierte es schwach. Symbole leuchteten darauf auf, nicht eingraviert, sondern wie Adern unter der Haut. Alaric berührte die Oberfläche. Sie gab unter seinem Finger nach wie lebendes Gewebe. Schreie erklangen. Nicht im Raum, sondern in unserem Inneren. Es waren nicht unsere Schreie. Es waren die unserer Geister, der vergessenen Versionen unseres Selbst, die an diesem Tor klebten.

Im Turm tanzten die Sphären einen unerträglichen Tanz.

Der Turmgipfel war ein geborstenes Auge zur Welt. Die Wände aus Glas, blind vor Sternenstaub, ließen den Nachthimmel hereinstürzen. In der Mitte des Raumes schwebten Gebilde. Sie waren aus keinem Material, das ich kannte, vielleicht gefrorenes Licht, vielleicht erstarrter Klang. Sie bewegten sich in elliptischen Bahnen, zogen goldene Fäden hinter sich her, die in der Luft glühten und langsam verglühten. Alaric stand mitten in diesem lebendigen Modell des Kosmos. Sein Atem synchronisierte sich mit dem Tanz der Sphären. Er hob eine Hand, und eine der Kugeln gehorchte seiner Geste, schwebte näher. In ihrem Inneren sah ich Wolken wirbeln, Kontinente aus Licht und Schatten formten und zerfielen. Hier war keine Magie der donnernden Worte. Hier war eine intimere, furchtbarere Magie. Er lenkte nicht. Er überredete. Er flüsterte den Gesetzen der Physik zu, und sie beugten sich, um ihm zuzuhören.

Ein nächtlicher Besuch aus den Schatten erschütterte uns.

Es geschah in der Nacht, in der die Sterne ihre Augen verschlossen. Ein Gewitter aus Stille brach los. Dann spaltete sich der Schatten in der Ecke meiner Kammer. Es war keine Gestalt. Es war eine Präsenz, die den Raum um mich herum verzerrte, wie Hitze über einem Feld. Die Luft wurde dick, süßlich, schwer zu atmen. Eine Stimme formte sich, nicht in meinen Ohren, sondern in den Knochen meines Schädels. Sie sprach nicht von mir. Sie sprach von ihm. Sie nannte seinen Namen. Alaric. Jede Silbe war ein Hammerschlag. Du bist ein Werkzeug. Du bist ein Kanal. Dein Stolz ist das Geräusch, das das Wasser macht, bevor es den Abfluss hinunterstürzt. Dann war es vorbei. Ich lag zitternd da, in meinem eigenen kalten Schweiß gebadet. Doch die Botschaft war klar. Unser Führer war selbst ein Verlorener, und seine Macht war ein Strom, der ihn aushöhlte.

Der See aus Kristall war ein Archiv gebrochener Worte.

Eine der Sternenkarten zeigte einen Ort, keinen Himmel. Ein See, geformt wie eine tränenförmige Perle, tief in einem Tal, das auf keiner Landkarte existierte. Alaric entschlüsselte die Koordinaten, und wir gingen. Der Weg dorthin war ein Schleifmittel gegen die Seele, ein schmaler Grat zwischen Fels und leerem Himmel. Der See, als wir ihn erreichten, war aus Kristall. Nicht aus Wasser. Eine starre, glasklare Oberfläche, unter der sich Formen regten. Gesichter. Hände, die nach oben griffen. Eingefrorene Schreie. Das war die Allegorie, erklärte Alaric leise. Jedes Versprechen, das je mit Lügen gefüttert wurde, sinkt hier hinab. Es erstarrt und wird Teil des Grundes. Der See war nicht tief. Er war unendlich tief, eine Senkrechte aus gebrochenem Wort. Wir standen am Ufer und sahen unsere eigenen verratenen Schwüre dort unten, winzig und doch unauslöschlich. Es gab kein moralisches Urteil. Nur die Tatsache. Das Gewicht aller ungehaltenen Versprechen formte diesen Ort. Das Tal war stumm vor ihrer Last.

Wir tauschten Geschichten als Fragmente der Wahrheit aus.

Wir begannen zu sprechen. Nicht zu Alaric, sondern zueinander. In der trüben Morgenröte, zusammengekauert in einer Seitengalerie, tauschten wir unsere Geschichten aus. Eine Frau, deren Tränen salzige Perlen wurden, die zu Boden fielen und zersprangen. Ein Mann, dessen Schatten eine andere Gestalt warf als sein Körper. Ich erzählte von den Türen in meinem Elternhaus, die immer einen Spalt offenstanden, und von der Gewissheit, dass etwas hindurch beobachtet hatte. Alaric hörte manchmal von der Schwelle aus zu. Sein Gesicht war eine Maske der Müdigkeit. Eines Tages sagte er, seine Stimme war rau von Schlafmangel. Jede Geschichte ist ein Fragment. Das Bild, das sie ergeben, werdet ihr nicht mögen. Es war keine Drohung. Es war eine Feststellung. Die Bürde des Wissens lag nicht im Besitz der Wahrheit, sondern im Zusammenfügen ihrer scharfkantigen Teile.

Die lebendige Karte zeigte den Kosmos in Echtzeit.

Sein Heiligtum war eine Höhle aus Pergament und Tinte. Die Wände waren mit Sternenkarten tapeziert, aber es waren keine statischen Zeichnungen. Die Punkte auf ihnen glimmerten, pulsierten. Linien zogen sich neu, verschwanden, tauchten woanders wieder auf. Es war ein Himmel in Echtzeit, ein nervöses System des Kosmos. Alaric zeigte auf eine Konjunktion, ein Gewirr von Linien, das einem neuralen Netz glich. Seht ihr diesen Knoten. Dort, vor sieben Generationen, starb ein König an einem gebrochenen Versprechen. Der Impuls dieser Tat läuft noch immer durch das Gewebe. Er beeinflusst eure Träume heute Nacht. Ich starrte auf den schimmernden Knoten. In seinem flackernden Licht meinte ich, eine Krone zu sehen, die zersplitterte, und den bitteren Geschmack von Betrug auf meiner Zunge. Die Sternschrift war kein Orakel. Sie war ein Diagnosebericht über eine kranke Realität.

Das Schattenreich zeigte uns unsere Doppelgänger.

Der Abstieg in das Schattenreich fühlte sich nicht wie eine Bewegung nach unten an, sondern wie ein Umstülpen. Die Treppe endete einfach in einem Raum, der die Logik der Treppe leugnete. Der Boden war nicht fest. Er war eine undurchsichtige Flüssigkeit, die unter unseren Füßen trug, ohne uns einzusinken. Die Luft roch nach nassem Stein und dem ozonigen Hauch nach einem Blitzschlag. Dann kamen die Doppelgänger. Sie traten aus dem Nichts hervor, perfekte, stumme Spiegelungen jedes Einzelnen von uns. Sie taten nichts. Sie sahen uns nur an. Und in ihren Augen sahen wir nicht unsere eigene Verwirrung, sondern eine tiefe, erschöpfte Klarheit. Sie waren die Versionen von uns, die alle falschen Entscheidungen akzeptiert hatten. Sie waren in Frieden. Dieser Frieden war das Schrecklichste von allem. Alarics Flamme warf keine Schatten an die Wand. Sie fraß sie.

Die letzte Prüfung war eine Waage ohne Zunge.

Der Raum der letzten Prüfung war leer. Völlig leer. Kein Licht, keine Dunkelheit, nur eine neutrale, graue Nicht-Farbe, die in alle Richtungen reichte. Alaric war nicht mehr bei uns. Seine Stimme erklang aus dem Nichts. Die Balance ist keine Entscheidung. Sie ist ein Zustand des Fallens, bei dem man nie den Boden erreicht. Es war an uns, den ersten Schritt in dieses Nichts zu tun. Eine junge Frau trat vor. Als sie ihren Fuß hob, formte sich unter ihr eine Fläche aus gleißendem Weiß, unter ihrem anderen Fuß ein Abgrund aus tintenschwarzem Nichts. Sie schwankte. Ihr Gesicht war eine Grimasse der Anstrengung. Dann, langsam, ein Ausatmen. Die Flächen unter ihren Füßen vermischten sich zu einem sanften, perlgrau schimmernden Grund. Sie hatte nicht gewählt. Sie hatte akzeptiert. Einer nach dem anderen vollzog den gleichen Tanz. Ich wartete, bis ich allein war.

Mein Schritt in die Leere brachte mich zur Balance.

Die Leere um mich herum summte. Sie wartete. Ich dachte an das schwarze Tor, an die schwebenden Sphären, an die stummen Doppelgänger. Ich dachte an die Wunde des Hauses im Wald und an den Geruch von Blut und Erde. Ich dachte daran, dass mein Verlangen mich hierher gebracht hatte. Dann hörte ich auf zu denken. Ich atmete einfach aus und fiel vorwärts. Es gab keinen Stoß, keine dramatische Transformation. Der graue Raum blieb, wie er war. Aber in meinem Inneren stellte sich etwas um. Es war, als hätte ich mein ganzes Leben lang einen Muskel angespannt und ließe ihn jetzt endlich los. Die Erleichterung war so überwältigend, dass ich lachte. Ein heiseres, ungeübtes Geräusch. In diesem Lachen war Alaric enthalten, die Warnung des Schattenwesens, das Flüstern der Sterne. Es war alles eins.

Der Alltag verweigerte die perlgrauen Schattierungen.

Meine Heimatstadt roch nach Backstein und gekochtem Kohl. Die Vertrautheit war eine Beleidigung. Ich versuchte, meiner Schwester von der Balance zu erzählen, von der Einheit von Licht und Schatten. Sie hörte zu, während sie Kartoffeln schälte. Ihre Augen wurden schmal. Du bist anders, sagte sie. Nicht gut anders. Du wirkst abwesend. Als ob ein Teil von dir woanders wäre. Sie hatte recht. Der Teil, der bei Alaric geblieben war, fehlte. Ich versuchte, die Stille in mir zu bewahren, als der Metzger mich anschrie, weil ich zu lange an der Theke stand. Die Stille zersprang wie dünnes Glas. Der Widerstand war nicht böswillig. Er war dick und schwer wie Lehm und erstickte jedes neue Wort, bevor es ganz ausgesprochen war. Die Welt draußen verlangte Eindeutigkeit. Sie hatte keinen Geschmack für perlgraue Schattierungen.

Unser Abschied von Alaric war kein wirklicher Abschied.

Wir verließen das Haus bei Tagesanbruch. Das gewöhnliche Licht der Sonne wirkte fremd, zu grell, zu einfach. Alaric stand im Portal. Er sah älter aus, aber das Netzwerk der Anspannung in seinem Gesicht hatte sich gelockert. Er sagte kein Wort. Er nickte nur. Ein einziges, kaum merkliches Zunicken. Es war weder ein Segen noch ein Urteil. Es war eine Bestätigung. Wir gingen den gleichen Weg zurück durch den Wald, aber der Wald war nicht mehr derselbe. Die Bäume waren nur noch Bäume. Der Matsch war nur Matsch. Das Ziehen hinter dem Brustbein war verschwunden. An seiner Stelle war eine Stille, die nachhallte. Ich blickte nicht zurück. Ich wusste, das Haus war noch da. Es würde immer da sein. Und einen Teil von mir hatte es behalten, um den Rest zu entlassen.

Das fortwährende Echo der Reise in meinem Alltag.

Ich sitze in meiner Kammer in der Stadt, fernab von Bergen und Tälern. Die Geräusche des Lebens dringen durch das Fenster. Manchmal, in der Dämmerung, sehe ich im Augenwinkel, wie sich der Schatten in der Ecke meines Zimmers bewegt. Er pulsiert im Rhythmus eines fernen Sterns. Ich habe Angst davor, aber ich fürchte ihn nicht mehr. Alarics Geschenk war keine Erlösung. Es war die Fähigkeit, die Wunde zu sehen, die ich bin, und zu wissen, dass auch sie ein Teil des größeren Gewebes ist. Ich atme ein. Ich atme aus. Der Schatten atmet mit mir. Es ist genug.


Mit den besten Wünschen aus den Tiefen der Sterne und den Schatten der Zeit,
Ihr Chronist der kosmischen Geheimnisse und Hüter verlorener Weisheiten.

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*Der geneigte Leser möge es der Erzählung nachsehen, dass sie sich nicht um die genaue Geografie der gewöhnlichen Landkarten schert. Die beschriebenen Täler und Berge liegen jenseits der Maßstäbe unserer Vermessungsämter, und das Haus des Zauberers entzieht sich beharrlich jeder behördlichen Erfassung oder Denkmalschutzliste. Die hier kartierten Gebiete sind jener inneren Topografie geschuldet, die von Weltkriegen und Rechtschreibreformen gleichermaßen unberührt bleibt, zum Glück oder zum Leidwesen des Suchenden.

Quellenangaben:
Inspiriert von einer alten Sternenkarte, die in die Tiefen der Zeit führt.

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/unheimlich/15874
https://www.goethe.de/de/kul/flm/20875427.html
https://www.arthistoricum.net/themen/text-und-bild/arkane-wissenschaften/
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
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