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Vom Markt ins Haus getragen

Mephisto ruft's voll Hohnes, und schwindet, Schatten gleich;
Ihm nach blickt Faustus finster, freudarm und unmuthreich.
"Die Nachwelt - soll mich richten? Mein Wille soll geschehn?
Weh, wenn solch niedre Geschichten zu ihr einst übergehn!"

"Fort! Fort von hier! Hier trag' ich kein Menschenantlitz mehr!
Mein Name läuft besudelt von Haus zu Haus umher,
Ein ränd'ger Hund, den Bosheit und Bubenwitz entblösst,
Den Jeder mit Verachtung, mit Füssen von sich stösst!"

"O guter Ruf, Du Perle, die sanft, bescheiden glänzt,
Im Goldreif reinen Wandels bist Du fest eingegrenzt;
Wenn Frevel Dich herausbricht aus Deinem sichern Port,
Dann gehst Du leicht verloren, und rollst für immer fort."

"Leicht trübt den Ehrenspiegel ein Fleck, der nimmer weicht;
Den aus dem goldnen Buche des Lebens Keiner streicht.
Vom Markt ins Haus getragen sticht mich ein Skorpion,
Und Jener brennt als Wundarzt die Beule mir mit Hohn."

"Wer reinigt mir die Ehre von jenem Rostfleck, wer?
Wer stellt verwelkte Blumen frischblühend wieder her?
Die Blumen hat vernichtet der Frechheit eis'ger Frost,
Und bittre Galle reicht mir des Satans Hohn zur Kost!"

Quelle:
Faustus
Ein Gedicht von Ludwig Bechstein - Leipzig 1833
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Ist das die Unsterblichkeit der Felsenwände?.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Da wird die Welt so munter Und nimmt die Reiseschuh, Sein Liebchen mittendrunter Die nickt ihm heimlich zu. Und über Felsenwände Und auf dem grünen Plan Das wirrt und jauchzt ohn Ende – Nun geht das Wandern an! Quelle Joseph Freiherr von Eichendorff. Gedichte 1841 So wankt die Welt aus ihren Fugen, und im fahlen Licht des sich dem Ende neigenden Tages erscheint eine Freundschaft plötzlich nicht mehr verlässlich, als hätte der Mensch, den man lange zu kennen glaubt, sich auf einmal verändert und könnte unter der Maske der Freundlichkeit zum Angriff übergehen. In der Nacht, die der Dämmerung folgt, kann manches für immer verloren gehen und sich auch am kommenden Tag nicht mehr lebendig zeigen. Die eigentümlichste Fabel dieses Büchleins ist auch ein Spielmannsstück, das großartigste von allen: ein Lautenschläger spielt jeden Sonntag neun Dörfern auf einmal zum Tanze, mit großer Arbeit richtet er die Laute zu, der Finkenritter, der ihm helfen will, fällt durch den Lautenstern eine Viertelstunde weit hinunter und steigt auf einer Leiter von sechsundvierzig Sprossen wieder heraus; nachdem die Laute aufgezogen ist, läuft der Ton über das Feld zu den neun Dörfern und die lustige Tanzweise klingt dann in jedem besonders, der Lautenschläger selbst geht allgemach in alle neun und tanzt mit oder sieht zu, daß es recht dabei hergehe, am Abend vergeht der Ton von selbst und zieht wieder allmählich heim in seine Laute. Dieser Held durchzieht dritthalbhundert Jahre vor seiner Geburt viele Länder und erfährt mancherlei, was schon aus den bisher erörterten Sprüchen und Liedern bekannt ist: die Hasenjagd der drei verkehrten Gesellen, den Wald ohne Baum und den Bach ohne Wasser, die drei mangelhaften Schiffe, Häuser mit Fleisch gedeckt und Zäune von Bratwürsten, nebst andrem, was um jene Zeit von Lügenmärchen gangbar sein mochte, alles gesteigert und erweitert, in acht Tagreisen eingeteilt und mit der Geburt des Helden schließend. In der letztein Hälfte des 16. Jahrhunderts erschien zu Straßburg ein kleiner Lügenroman, der in die Reihe der noch jetzt marktfähigen Volksbücher eingetreten ist, der Finkenritter. […]

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Harfenklang der Liebe durch die Nacht.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Der Wind, im dunklen Laube wühlend, bringt zu mir den Ruf der wachen Nachtigallen: Dazwischen: welch ein Ton? Ein Fremdes singt. Woher die Stimmen, die bald sacht, bald schwer aufklingen aus der Nacht und jetzt wie in sich selbst verhallen? Der weiße Apfelzweig, der sich vor meinem offnen Fenster wiegt, ans Glas die feuchten Blüten schmiegt, glänzt märchenhaft im Vollmondlicht, und heilig schimmern Büsche, Beet und Steig, mein Blick ist fassungslos geweitet: O welches hohe Fest ist hier bereitet den feinen Seelen, die in Träumen leben und unter jedem leisen Ton erbeben. Seine Leiche wurde vorläufig in einer alten Scheune verborgen und in der nächsten Nacht nach der Heimat befördert und zwar nach Dresden. Er erwies sich als unentschlossen, zauderte, scheute immer wieder die eigene Verantwortung bei großen, selbständigen Aufgaben. Als Kampfplatz war eine verborgene Stelle im Karswalde gewählt worden. Obgleich Friedrich der Große mit der Führung des Erbprinzen von Braunschweig in diesem Feldzug nicht einverstanden war, setzte er weiter auf ihn unbedingtes Vertrauen. Hier kamen die entzweiten Freunde zusammen. Die vielen Briefe, die zwischen Karl Wilhelm Ferdinand und seinem berühmten Onkel dem Alten Fritz bis zu dessen Tode gewechselt wurden, zeugen von der großen Wertschätzung des großen preußischen Königs, der Karl Wilhelm Ferdinand erst Mitte Dezember 1782 zum Generalinspekteur der westfälischen Infanterie-Inspektion und nach dem Tod Salderns, am 4. April 1785 die Inspektion über die magdeburgische Infanterie übertrug. Bei Karl Wilhelm Ferdinand war schon während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) besonders im Jahr 1758 erkennbar, daß er vor umfassenden Operationen zurück schrak. Einer von beiden sollte den Kampfplatz nicht wieder lebend verlassen. An jener Stätte aber, da der Offizier im Zweikampfe fiel, wurde von dessen Freunden ein einfacher Granitblock zur Erinnerung errichtet, dessen Bedeutung heute nur noch wenige kennen. Beide liebten ein und dasselbe Mädchen. Da sollte ein Pistolenduell entscheiden, wer den gerechtesten Anspruch habe. Beiläufig gesagt, ist dieses Verfahren eine zwar schon bekannte, aber ganz vortreffliche Methode für den Sammler, sich mit einer Menge, besonders kleinerer Thiere, zu bereichern, die er auf den sommerlichen Sammelgängen (Exkursionen) übersieht oder absichtlich unberücksichtigt läßt, weil er gerade andere Zwecke verfolgt. […]

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Liebchens Gitterfenster.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Grausam sprödes Lieb! Ich härme meine Wangen hohl, zergrüble mir die Stirne weh nach dir; möchte gehn zu Waldesgründen und die Wünschelrute finden; die soll erspüren Gitter und Mauern, wo Goldchen sich verbirgt; da will ich nächtlich lauern, Liebchen zu entführen. Doch sieh! Bei Liebchens Gitterfenster steht schon ein Mensch und harrt. Das ist, ich bin erstaunt, erstarrt mein Freund! Du hier? Vor meines Liebchens Thür? Da droht sein Aug' und rollt: O nein! Mein ist das Gold! Und blitzt wie Messerstich nach mir. Ach! Freundesmord! Und schmerzgeschnitten wank' ich fort. Blitze mit wiederholten Entladungen, die uber mehrere Sekunden die stimulierenden Magnetfelder erzeugen, sind eher selten und treten nur in etwa einem von hundert Fällen auf, rechnet der Physiker Kendl. Einem Beobachter, der sich im Abstand von wenigen hundert Metern von einem langen Blitzeinschlag entfernt befindet, kann ein magnetisches Phosphen in Form eines hellen Lichtflecks fur einige Sekunden erscheinen. Auch andere Sinneseindrucke wie Geräusche oder Geruche könnten dabei auftreten. Da die Bezeichnung Kugelblitz aus den Medien bekannt sei, wurden Beteiligte wohl auch runde Blitz-Phosphene so bezeichnen. Laut Alexander Kendl spricht fur die Deutung, dass viele Beobachtungen von Kugelblitzen eigentlich solche Phosphene sind, auch deren Einfachheit: Im Gegensatz zu anderen Theorien, die schwebende Feuerkugeln beschreiben, sind keine neuen und weiteren Annahmen nötig. Nirgendwo in der Sahara gibt es mehr als 30 windstille Tage im Jahr. In der übrigen Zeit wehen richtungs- und geschwindigkeitsbeständige Winde. Die gefürchteten Sandstürme sind auf die heiße Jahreszeit konzentriert. Der in vielen Regionen als Harmattan bezeichnete Nordostpassat hat seine Ursache im Druckausgleich zwischen der subtropischen Hochdruckzelle über der Sahara und der Tiefdruckrinne über dem Äquator. Die durch die Erddrehung hervorgerufene Corioliskraft lenkt ihn ab und lässt ihn in der Sahara beständig aus Nordost wehen. Darüber hinaus gibt es je nach Jahreszeit und Region zahlreiche lokale Winde, die unter den Namen Chamsin, Schirokko, Halub und Ghibli bekannt sind. […]

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Welche Freude, Alter, so gefällst du mir!.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Alter tanze! Wenn du tanzest, Alter, so gefällst du mir! Jüngling, tanze! Wenn du tanzest, Jüngling, so gefällst du mir. Alter, tanze, trotz den Jahren! Welche Freude, wenn es heißt: Alter, du bist alt an Haaren, blühend aber ist dein Geist! Die sieben und vierzigste Ode Anakreons. Wollt ihr den klügsten Toren fragen: Wer ist der größte Mann? So fraget mich; ich will euch sagen: Wer trunken sie verlachen kann. […]

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Herzog Anton Ulrich von Meiningen.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Sein älterer Sohn, Ernst II., folgte ihm, er war ein einsichtsvoller, hochgebildeter Fürst, gründete viele Kunstsammlungen und wissenschaftliche Anstalten, errichtete die Sternwarte auf dem Seeberge, verbesserte die Schulen, bes. die Gymnasien in Gotha und Altenburg, gründete Schullehrerseminarien ebendaselbst, verbot das Lotto und die Hazardspiele, beschränkte die ungemessene Frohne auf gemessene, schuf die Landesbrandassecuranz, die Staatsdienerwittwensocietät, errichtete Armenhäuser, vervollkommnete die Proceßordnung und Polizei, veranstaltete eine Landesvermessung und führte einen musterhaften Staatshaushalt. Ernst st. 20. April 1804. Er war fast der einzige deutsche Fürst, welcher die verfolgten Illuminaten (er gehörte ihnen an und war auch eine Zeit lang Großmeister der Landesloge in Berlin) schützte. Die Truppen Hohenlohes formierten sich gegen 9:00 Uhr mit Front in Richtung der Dörfer Isserstedt und Vierzehnheiligen und marschierten gegen 9:30 Uhr ab. Isserstedt wurde zunächst zurückerobert. Auf Befehl Hohenlohes rückten die preußischsächsischen Truppen nahe an Vierzehnheiligen heran und beschossen es, in Linie stehend und ohne Deckung. Diese schutzlose Stellung wurde eineinhalb Stunden, in denen die französische Infanterie und Artillerie auf die Truppen Hohenlohes feuerte, beibehalten, weil Hohenlohe glaubte, nicht ohne die Unterstützung Rüchels angreifen zu können, der von Weimar aus heranmarschierte. Diese Linie wurde ausgedehnt, um die Franzosen, die andauernd Nachschub erhielten und dadurch mit Überflügelung drohten, im Dorf einzukreisen. Die Frontlinie riss angesichts der starken Verluste durch den Dauerbeschuss ohne Deckung beim Angriff der immer stärker werdenden französischen Infanterie auseinander, woraufhin Hohenlohe den Rückzug befehlen musste, der aber, als die Kavallerie unter Murat angriff, zu einer panischen Flucht führte. […]

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