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XII. Erde und Meer.

Des Frühlings warmer Odem weht übers weisse Land,
Da lös't sich von den Strömen des starren Eises Band.
Da grünen neu die Matten, da knospet Baum und Strauch,
Erwachen tausend Schläfer vom lebenvollen Hauch.

Doch wie dem Leben immer der Tod zur Seite geht,
Und um den Tag der Freude mit dunklem Flügel weht,
So zieht auch mit dem Lenze Verderben wild heran,
Und rollt in Stromeswellen, und brauset im Orkan.

Und kündet Krieg den Hütten, wirft Brücken in den Grund;
Verzweiflungsruf thut heulend die Noth, die grosse, kund.
Die finstern Wogen rollen, brausend in dunkler Nacht;
Des Eises scharfe Schollen sind ihre Heeresmacht.

Das Unglück wird zum Schauspiel, und jeder eilt hinaus;
Drei Männer stehn von ferne, hinblickend nach dem Graus.
"Gross ist," beginnt der Eine: "Natur, Dein hoher Gang,
Er heisse Frühlingssäuseln, er heisse Wogendrang!"

"Ja, Herr!" spricht drauf der Zweite bescheiden: "Wunderbar!
Wir nehmen hier den Weltgeist in seinen Werken wahr.
Und mehr ergreift's die Seele, wenn wir ihn zürnen sehn,
Als wenn von seinem Lächeln die Blümlein auferstehn!"

Und düster spricht der Dritte: "Was Euch das Herz bewegt,
Das Herz, vom kleinsten Anlass zum Springen aufgeregt,
Das geht an mir vorüber, ich sehe nichts erneut;
Vor mehr denn tausend Jahren war's eben so, wie heut."

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Glück gehabt in diesem Baumlabyrinth.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Da es schwierig erschien, sich in diesem Baumlabyrinthe zurecht zu finden, bezeichnete der Seemann den eingeschlagenen Weg durch halb abgebrochene Aeste. Vielleicht hatten die Jäger aber Unrecht gethan, nicht dem Wasserlaufe nachzugehen, so wie Harbert und Pencroff bei ihrem ersten Ausfluge, denn schon war eine Stunde verlaufen, ohne daß ihnen irgend ein Stück Wild zu Gesicht kam. Wenn Top unter den niedrig hängenden Zweigen hinlief, scheuchte er nur Vögel auf, die man nicht erlangen konnte. Selbst Kurukus blieben vollkommen unsichtbar, und es erschien dem Seemanne nicht unwahrscheinlich, sich zur Rückkehr nach jener sumpfigen Stelle genöthigt zu sehen, an der er mit der Tetra-Angelei so entschiedenes Glück gehabt hatte. Derselbe war zur Zeit des 30jährigen Krieges Besitzer von Helfenberg und liegt ebenfalls in der erwähnten Gruft der Schönfelder Kirche begraben. Über ihn weiß die Chronik jener Zeit nur Gutes zu berichten. Von ihm wird erzählt, daß er sich um den Obst- und Weinbau in der ganzen Umgegend von Pirna bis Meißen sehr verdient gemacht habe. Er munterte die Leute dazu auf, Wein- und Obstbau zu treiben und gab ihnen selbst auch Anleitung zur Anpflanzung des Obstbaumes und der Weinrebe. Ernst Albert von Dehn-Rothfelser war auch schriftstellerisch rege tätig auf diesem Gebiete. Im Jahre 1629 gab er ein Buch heraus über den Wein- und Obstbau. Dieses Werk war das erste Buch, das über den Wein- und Obstbau Sachsens geschrieben ward. Es fand eine begeisterte Aufnahme und hat viel Segen gestiftet. Damals war der Weinbau noch sehr einträglich, da die Zufuhr aus anderen Ländern schwierig und selten war. Darum legten die Bauern jener Tage fleißig Weinberge an und verwandelten nicht selten das meiste Ackerland in Weinland. Es kam sogar soweit, daß deshalb über die Bauern des Elbtales und weit darüber hinaus auf manchem Landtage Beschwerden laut wurden. Mancher Weinberg des Elbtales und der angrenzenden Gegend ist in jener Zeit entstanden und verdankt seine Entstehung der erwähnten Schrift des edlen Herrn Ernst Albert von Dehn-Rothfelser auf Helfenberg bei Schönfeld, der noch heute in der Schönfelder Kirche ruht. Mit der Zeit ging ein Weinberg nach dem andern wieder ein, und nur der Name Weinberg, den verschiedene Hügel hie und da führen, erinnert an das Vergangene. Auch der Weinberg bei Wilschdorf ist eine Erinnerung an verflossene Zeiten, in denen Ernst Albert von Dehn-Rothfelser auf Helfenberg durch sein vortreffliches Buch die Leute für den Obst- und Weinbau mit großem Erfolge förmlich begeisterte. […]

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Jugendlust bei Vollmond zum Sonnenaufgang auf den Gipfel.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Düne, von Wald umkränzt, schimmernd ein Segel glänzt in blauen Weiten: So durch die wunde Brust mag alte Jugendlust einmal noch unbegrenzt lächelnd mir gleiten! Quelle: Alte Lieder Gedichte von Clara Müller-Jahnke Berlin 1910 www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Ihre Häuser haben die Gestalt eines Bienenkorbes von sechs bis sieben Meter im Durchmesser. Der Eingang ist ein enges Loch und führt zunächst in eine rinnenförmige Abteilung, die des Nachts zur Bewahrung der Kälber dient, und erst innerhalb dieser Abteilung befindet sich ein erhöhter Raum, auf dem die Familie zu ruhen pflegt. Hier schlafen die Mambukis, im Kreise um ein Feuer gelagert. Die eingedrungenen Hyänen sind nun, wie man versichert, immer zwischen den Kälbern hindurchgegangen, haben das Feuer umkreist und die Kinder unter der Decke der Mütter so leise herausgezogen, daß die unglücklichen Eltern ihren Verlust erst dann erfahren, als das Wimmern des von dem Untier gepackten Kindes aus einer Ferne zu ihnen gelangte, wo Rettung nicht mehr möglich war. Shepton, der diese Geschichten verbürgt, bekam ein Paar Kinder zur Heilung, die von dem Raubtiere fortgeschleppt und fürchterlich zugerichtet, glücklicherweise aber ihm dennoch wieder abgejagt worden waren. Das eine der Kinder war ein zehnjähriger Knabe, das andere ein achtjähriges Mädchen. Schlingen, Gruben und Selbstschüsse werden nach diesem Berichterstatter nur mit geringem Erfolge angewendet, weil die listigen Hyänen die Fallen merken und ihnen ausweichen. An diesem für den Prinzen sehr schwarzen Tag, dem 30. August 1762 griff dieser das beim heutigen Bad Nauheim auf dem Johannisberg nördlich von Friedberg in vorzüglich stehender Stellung französische Heer unter dem Prinzen Louis-Joseph von Condé (1736-1818) an. Unser Erbprinz wurde unter großen Verlusten (2.400 Mann) geschlagen, und nur das rasche Auftauchen von Herzog Ferdinand von Braunschweig verhinderte eine größere Niederlage des Erbprinzen. Der von Friedrich dem Großen so hochgelobte Karl Wilhelm Ferdinand stand nun erstmals im Kreuzfeuer der Kritik im preußischen Hauptquartier! Aber noch bevor der Krieg beendet war, konnte der Erbprinz einen letzten Sieg verbuchen. Er belagerte vom 16. Oktober bis 1. November 1762 erfolgreich Kassel, so daß zuletzt die noch 5.300 Mann zählende französische Garnison unter Befehl von Generalmajor Baron von Diesbach vor dem Erbprinzen von Braunschweig kapitulieren mußte. Schließlich kehrte Karl Wilhelm Ferdinand am Ende des Jahres 1762 in seine Heimat nach Braunschweig zurück. […]

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Mephisto weicht und wanket nicht.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Er steht und blickt mit Lächeln auf den zornvollen Mann, als fessl' ihn an den Boden ein mächt'ger Zauberbann. Bist Du der Faustus? spricht er: der kühn durch Wolken fliegt? Der über alle Kräfte der Wesenmutter siegt? Bist Du der Faustus? Himmel und Hölle fasst Dein Drang? Dir macht ein armer Krämer mit schlechten Bildern bang? Und Faustus donnert zornlaut: Dess soll mich Keiner zeihn, mich Keiner fähig halten solch niedrer Gaukelein! Was soll die Nachwelt glauben, wer ich gewesen sei, wird ihr auf solchen Bildern entstellt mein Konterfei? Mephisto, habe ich alle Macht im Himmel und auf Erden? Die Eröffnung fand am 22. statt. Beide stürzen sich jubelnd in die Arme, während Mephisto teuflisch lachend abgeht. Erst nachdem er sie in Weihwasser getaucht hat, ist der Bann gebrochen. Währenddessen ist Faust, den seine Untreue reut, zurückgekehrt und versucht, Marguerite ans Fenster zu locken. Die Menge zerstreut sich, und Faust erinnert Mephisto an die schöne Frau, die er ihm gezeigt hat. Sogleich öffnet sie es und legt den enthaltenen Schmuck an. Februar 1913 statt. Marguerite sitzt in ihrer Stube und beklagt ihr trauriges Los, da sie von Faust verlassen wurde und von ihren Freundinnen verspottet wird. Erzählt mir doch! Wisse, noch liegt auf der Stadt Blutschuld von deiner Hand. Mephisto unterstützt Faust im Kampf, so dass er ohne Schwierigkeiten seinen Gegner niederstechen kann. Mephistopheles. Er unterstellt seine Schwester der Fürsorge seines Freundes Siébel. Ich stand an seinem Sterbebette, Es war was besser als von Mist, Von halbgefaultem Stroh; allein er starb als Christ, Und fand, daß er weit mehr noch auf der Zeche hätte. Verschafft ein wenig Wachs, die Pfropfen gleich zu machen! Marguerite tritt auf, weist aber das Geleit zurück, das Faust ihr anbietet. Altmayer. Ach das sind Taschenspielersachen. Siébel besucht sie, um sie zu trösten, doch Marguerite sucht den Trost der Kirche. Mephistopheles. Valentin fordert von ihm Rechenschaft, es kommt zum Handgemenge. zu Brander. Und ihr? Brander. Ueber des Erschlagenen Stätte schweben rächende Geister und lauern auf den wiederkehrenden Mörder. Mephisto berichtet Marthe vom Tode ihres Gatten und macht ihr gleichzeitig Komplimente, die sie sich auch gefallen lässt. Viel Volk hat sich zur Kirmes vor der Stadt versammelt. Ich will Champagner Wein, Und recht mussirend soll er seyn! […]

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Erziehungsanstalten für Kinder, Erziehung und Ernährung eines Kindes.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Die Erziehungsanstalten für Kinder aus mittleren Ständen, von Kaufleuten, Kleinhändlern, Handwerkern, sind ungefähr in derselben Art eingerichtet. Nur werden diejenigen, die sich solchen Berufen widmen wollen, schon mit elf Jahren in die Lehre gegeben, während die Kinder aus höheren Ständen ihre Studien bis zum fünfzehnten Jahre fortsetzen, was nach unseren Verhältnissen dem einundzwanzigsten entspricht. In den letzten drei Jahren wird jedoch die Abgeschlossenheit allmählich vermindert. Der Klosterbruder gibt Nathan deutlich zu verstehen, dass er sich vom Patriarchen für dessen christlichen Fanatismus missbraucht sieht. Als ehemaliger Eremit sei er sei nur notgedrungen in den Dienst des Patriarchen gelangt. Nathan, der sich offenbar von der christlichen Obrigkeit entdeckt wähnt, wird vom Klosterbruder deswegen schnell beruhigt. Dieser verrät ihm, dass er es gewesen sei, der ihm als Reiterknecht vor achtzehn Jahren in Darun ein Kind im Auftrag ihres Vaters, Wolf von Filnek, übergeben habe. Die Mutter des Kindes, eine Stauffin und Schwester des Tempelherrn Conrad von Stauffen sei zu diesem Zeitpunkt schon verstorben gewesen, der Vater nicht viel später im Kampf um Askalon ums Leben gekommen. Erst als der Klosterbruder Nathan zu verstehen gibt, dass er dessen über die langen Jahre wirkende väterliche Liebe zu Recha höher einschätze als christliche Orthodoxie, hat er Nathans Vertrauen gewonnen. Dieser erzählt ihm, daraufhin sein bisher niemand anderem anvertrautes Schicksal. Nathans Familie, seine Frau und seine sieben Kinder, waren wenige Tage vor der Übergabe Rechas während eines von Christen durchgeführten Judenpogroms in Darun, im Hause seines Bruders, verbrannt. Die Übergabe Rechas sei für ihn eine Prüfung Gottes gewesen, die er dankbar auf sich genommen habe. Als der tief beeindruckte Klosterbruder ausruft, Nathan habe sich dadurch als wahrer Christ erwiesen, weist dieser darauf hin, dass sein Verhalten solcher religiöser Etikettierung und einseitiger Vereinnahmung nicht bedürfe. Was die Problematik um Rechas Herkunft anbelangt, ist Nathan aber durchaus bereit, seine formellen Vaterrechte möglichen Verwandten zu überlassen. Und um diese Fragen endgültig zu klären, bittet er den Klosterbruder, das in dessen Besitz befindliche Brevier Wolf von Filneks zu holen, in dem die Verwandtschaftsverhältnisse aufgezeichnet sind. Mit der Vermutung Daja könnte ihn beim Patriarchen angezeigt haben, sieht er Daja wieder auf sich zukommen. […]

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