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XII. Erde und Meer.

Des Frühlings warmer Odem weht übers weisse Land,
Da lös't sich von den Strömen des starren Eises Band.
Da grünen neu die Matten, da knospet Baum und Strauch,
Erwachen tausend Schläfer vom lebenvollen Hauch.

Doch wie dem Leben immer der Tod zur Seite geht,
Und um den Tag der Freude mit dunklem Flügel weht,
So zieht auch mit dem Lenze Verderben wild heran,
Und rollt in Stromeswellen, und brauset im Orkan.

Und kündet Krieg den Hütten, wirft Brücken in den Grund;
Verzweiflungsruf thut heulend die Noth, die grosse, kund.
Die finstern Wogen rollen, brausend in dunkler Nacht;
Des Eises scharfe Schollen sind ihre Heeresmacht.

Das Unglück wird zum Schauspiel, und jeder eilt hinaus;
Drei Männer stehn von ferne, hinblickend nach dem Graus.
"Gross ist," beginnt der Eine: "Natur, Dein hoher Gang,
Er heisse Frühlingssäuseln, er heisse Wogendrang!"

"Ja, Herr!" spricht drauf der Zweite bescheiden: "Wunderbar!
Wir nehmen hier den Weltgeist in seinen Werken wahr.
Und mehr ergreift's die Seele, wenn wir ihn zürnen sehn,
Als wenn von seinem Lächeln die Blümlein auferstehn!"

Und düster spricht der Dritte: "Was Euch das Herz bewegt,
Das Herz, vom kleinsten Anlass zum Springen aufgeregt,
Das geht an mir vorüber, ich sehe nichts erneut;
Vor mehr denn tausend Jahren war's eben so, wie heut."

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Flammenschrift an der Wand.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Die Knechtenschar saß kalt durchgraut, Und saß gar still, gab keinen Laut. Die Magier kamen, doch keiner verstand Zu deuten die Flammenschrift an der Wand. Belsazar ward aber in selbiger Nacht Von seinen Knechten umgebracht. Quelle: Heinrich Heine Lieder Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Flammen, was ist nur oben, in des Königs Schloß, Da flackerts, da lärmt des Königs Troß, Dort oben, in dem Königssaal, Belsatzar hielt sein Königsmahl. Die Knechte saßen in schimmernden Reihn, Und leerten die Becher mit funkelndem Wein. Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht; So klang es dem störrigen Könige recht. Des Königs Wangen leuchten Glut; Im Wein erwuchs ihm kecker Muth. Und blindlings reißt der Muth ihn fort; Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort. Und er brüstet sich frech, und lästert wild; Die Knechtenschaar ihm Beifall brüllt. Der König rief mit stolzem Blick; Der Diener eilt und kehrt zurück. Er trug viel gülden Geräth auf dem Haupt; Das war aus dem Tempel Jehovas geraubt. Und der König ergriff mit frevler Hand Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand. Und er leert ihn hastig bis auf den Grund, Und rufet laut mit schäumendem Mund: Jehovah! dir künd ich auf ewig Hohn, Ich bin der König von Babylon! Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König wards heimlich im Busen bang. Das gellende Lachen verstummte zumal; Es wurde leichenstill im Saal. Und sieh! und sieh! an weißer Wand Da kams hervor wie Menschenhand; Und schrieb, und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand. Der König stieren Blicks da saß, Mit schlotternden Knien und todtenblaß. Die Knechtenschaar saß kalt durchgraut, Und saß gar still, gab keinen Laut. Die Magier kamen, doch keiner verstand Zu deuten die Flammenschrift an der Wand. Belsatzar ward aber in selbiger Nacht Von seinen Knechten umgebracht. […]

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Der Triumph der Liebe - Erster Gesang R.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Und eilet wild auf ungebahntem Pfade, Den schwarze Nacht und Finsternis umhüllt, Dahin, wo an das felsigte Gestade Die hohe Well in großen Bogen schwillt […]

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Liebe im Herzen.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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In kindlicher Seele erdämmert die Liebe, wie Grünes der Erde im Frühling entkeimt. Im Herzen der Jungfrau da knospet die Liebe, von künftiger Herrlichkeit sinnend sie träumt. Bis daß sie im Herzen des Weibes entfaltet zu üppigster Blüte berauschend erprangt. Im Herzen der Mutter zur edelsten Reife, zur Krone des Alls, zur Vollendung gelangt. So gelingt die wahre Liebe: Ein Herz und zwei Seelen In diesem Dienste verstieg sich sein Herz bis zum Poetischen in Gefühl und Ausdruck, wofür nur ein Beispiel hier sprechen mag. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein. Über Liebeslyrik und Gedichte für die Liebe. Schloss Kuckuckstein gilt heute als seltenes Baudenkmal der frühen Neugotik und der Frühromantik. Die historische Parkanlage, die derzeit wieder aufersteht, lädt zu verträumten Spaziergängen und zur Erkundung eines der wenigen verbliebenen sächsischen Hanggärten ein. Theater: Liebe als Foltermaschine. Der Schönheits-Typus der Plastik und Malerei ist nun selbstverständlicher Weise mit dem Schönheits-Typus, wie er der Liebe vorschwebt, völlig identisch. Über Liebeslyrik und Gedichte für die Liebe. Sein bestes war die Liebe und Verehrung, mit der er ein halbes Jahrhundert lang die Schleppe seines Vaters trug. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Der Commandierende versprach goldene Berge, wenn man ihn mit seiner Mannschaft in die Burg einlassen wollte und drohte im widrigen Falle, keiner Seele Verschonung zu geben. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. […]

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Der Ballon ist wirklich ein Paradies.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Die Wolkenmassen, welche sich in diesem Augenblick unter der Gondel zusammenballten, boten ein merkwürdiges Schauspiel dar; sie rollten über einander her und flossen in einem prächtigen Glanze zusammen, indem sie die Strahlen der Sonne zurückwarfen. Der Victoria erreichte eine Höhe von viertausend Fuß; das Thermometer zeigte ein Sinken der Temperatur; man sah die Erde nicht mehr. In einer Entfernung von etwa fünfzig Meilen ragte der Rubeho-Berg mit seinem funkelnden Haupte empor; er bildete die Grenze des Ugogo-Landes unter 36°20' L. Der Wind wehte mit einer Schnelle von zwanzig Meilen auf die Stunde, aber die Reisenden fühlten nichts von dieser Geschwindigkeit; sie empfanden keine Erschütterung und hatten nicht einmal das Gefühl irgend einer Ortsveränderung. Unter Normalbedingungen bei 0 °C auf Meereshöhe besitzt ein Kubikmeter Luft eine Masse von etwa 1,3 kg. Die Windsonde wollte heute auch nicht so, wie wir es wollten. Nach einer klaren Nacht hatte es überall leichte Dunstfelder als wir heute Morgen zum Briefing gelaufen sind. Das FON läßt sich schwer schätzen den bei 30 km/h war einfach nicht viel zu korrigieren. Bei konstantem Druck sinkt die Dichte von Gasen mit steigender Temperatur nach dem Gesetz von Gay-Lussac. Durch den Dichteunterschied der kälteren äußeren Luft und der wärmeren Luft im Ballon entsteht so eine Auftriebskraft. Diese wirkt der Schwerkraft (dem Gewicht) des Heißluftballons entgegen. Dies kann zu einem sich selbst beschleunigenden Absturz führen, der auch durch maximale Wärmezufuhr durch den Brenner nicht aufzuhalten ist. HWZ: Elise 37m, ich 29m, Astrid 59m, Dolly und Siegrid außerhalb der MMA. Es hätte auch besser starten können, denn viele Versuche werden wir wohl nicht mehr bekommen. Da wir gestern Abend die Gespanne auf dem gemeinsamen Startplatz hatten stehen lassen stand dort noch alles eng an eng. Abgesehen von der Windgeschwindigkeit bei Start und Landung ist das Ballonfahren auch davon abhängig, dass sich in der Luft keine starke Thermik aufgebaut hat. Das Gewicht des Heißluftballons setzt sich zusammen aus dem Gewicht der Ballonhülle plus dem Gewicht der ihm angehängten Nutzlast, Korb mit Brenner, Gasbehältern und Insassen. […]

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