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Du hast das Fieber, Makredsch, sonst würdest du erkennen.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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daß er eigentlich noch mehr zu bekommen hat, als wir beiden anderen zusammen. Er hat nichts zu erhalten! rief der Gepeinigte nun förmlich wütend. Er bekommt nichts, denn ich habe nichts mehr, und ich würde ihm keinen Piaster und keinen Para geben, selbst wenn ich Millionen bei mir trüge! Du hast noch Geld! Vierzig Piaster, wie ich dir schon sagte! Oh Makredsch, wie dauerst du mich! Glaubst du, daß ich den Klang des Goldes von dem des Silbers nicht unterscheiden kann! Dein Beutel ist noch voll goldener Medschidje zu hundert und fünfzig Piaster, und sein Bauch ist so umfangreich, daß du mehr zusammenbringst, als was du brauchst, um den Emir zu bezahlen. Du hast dich sehr gut mit Reisegeld versehen! Du irrst! Zeige mir den Beutel her! Er gehört mir! So behalte ihn, aber bezahle! Der Makredsch wand sich wie ein Wurm unter den unnachsichtlichen Forderungen des geldgierigen Mannes. Es war eine widerwärtige Scene, aber sie warf ein deutliches Licht auf Noch ganz am Ende ist Dante ein Beunruhigter, der nicht aufhören kann, Fragen zu stellen, und der in dem Augenblick, wo ihm die absolute Gewissheit zuteil wird oder zuteil werden würde, das Bewusstsein verliert, so dass die Erinnerung an das Ungeheure nur noch bruchstückhaft gegenwärtig ist und die Dichtung, das Imaginäre, an die Stelle des Erfahrenen treten muss. Es ist die Sprache der avanciertesten Kunst seiner Zeit, in der hier die religiöse Erfahrung zum Ausdruck kommt, doch zugleich vermittelt durch einen Anspruch an die Kunst, der so in nachantiker Zeit noch nie gestellt worden war. Es scheint kein Zufall, dass im frühen 14. Jahrhundert, als Dante sein Werk verfasste, Giotto in Padua die Kapelle des Kaufmanns Scrovegni ausmalte und so ein malerisches Gesamtkunstwerk herstellte, das noch ganz im Bann der Religion steht und dennoch eine neue Dimension auf sich selbst bezogener Kunst verwirklicht. Beide, Dante und Giotto, markieren mit ihrem Werk eine Schwelle, Anfangspunkt einer neuen, sich ins Unerschlossene vorwagenden Kunst, die dem Aufbruch in die noch unerschlossene wirkliche Welt vorangeht. […]

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