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Die Waldessänger schweigen

Mit Grausen sehn's die Gäste; zu schrecklich blickt der Hund,
Und zeigt die scharfen Zähne, den feuerrothen Schlund.
Sie blicken mit Entsetzen auf ihn, den Freudenstörer,
Und es wird still im Lustsaal, und leer, und immer leerer.

Die Waldessänger schweigen im grünen Zauberlaub,
Das abfällt von den Zweigen und wird zu Stroh und Staub;
Und keine Lieder klingen; wozu? der Saal ist leer,
Und keine Brünnlein springen mit sanftem Rauschen mehr.

"Was scheuchst Du mir die Freude?" ruft Faustus zürnend, hart:
"Die Gäste mir vertreibend durch Deine Gegenwart?
Was trittst Du, nicht gerufen und nicht begehrt, zu mir?"
Dumpf heult: "Das musst Du dulden!" zur Antwort ihm das Thier.

Da wächst ein banges Grauen in Faustus Seele fest,
Und schweigend er mit Wagner den Saal der Lust verlässt.
Nicht fuhrt er mehr zum Munde den schäumenden Pokal,
Der Frohsinn ist verschwunden, der Freudenwein ist schal.

Quelle:
Faustus
Ein Gedicht von Ludwig Bechstein - Leipzig 1833
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

 

Kairo, Erwartung einer Notlüge! Wir schwimmen ans Ufer.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Den ganzen nächsten Tag über schliefen wir bombenfest, die nächtlichen Abenteuer lagen uns wie Blei in den Gliedern. Am Abend machten wir uns dann wieder weiter, immer hinter einem kolossal langen Floße her, das feierlich wie eine prozession vor uns dahinzog. An Bord waren vier große Hütten, hohe Flaggenmasten an beiden Enden und in der Mitte ein freies, lustig flackerndes Feuer, um das viele Männer rauchend, trinkend und Karten spielend, lagerten. Es mochten wohl etwa dreißig Leute Bemannung darauf sein. Ja, das lohnte der Mühe, Steuermann an Bord eines solchen Ungeheuers zu werden, das war doch etwas! Unser kleines Ding kam mir dagegen vor wie eine Wasserfliege, die sich an den Schwanz einer Seeschlange klammert. Hierdurch ward eine große Lust, außerhalb Landes zu reisen, in mir erwecket. Der Vizebischof hatte sich in seinen jüngern Jahren sehr lange in fremden Ländern aufgehalten und die meisten Reiche Europens gesehen. Ich nahm mir deswegen vor, wenn ich von meiner Arbeit Ruhe hatte, sein Tagebuch durchzulesen, welches er auf seinen Reisen gehalten und worin er alle Merkwürdigkeiten, die er gesehen, aufgezeichnet hatte. Ich hatte dieses Amt aber kaum einige Monate verwaltet, da es mir schon so hart und beschwerlich schien, als wenn ich in die ärgste Sklaverei geraten wäre. Und obgleich meine kümmerlichen Umstände, da ich von allen Mitteln entblößt war, leicht diese edle Begierde hätten dämpfen sollen, so ward ich doch durch die vielen Beschwerlichkeiten, die ich allenthalben bemerkte, nur noch mehr aufgebracht und hielt um meine Erlassung an. Ich ließ mich auch von dem einmal gefaßten Vorsatze weder durch den Zorn meiner Anverwandten, noch durch die Vorstellung des Vizebischofs abwendig machen, welcher mich sehr ungerne von sich ließ, da er merkte, daß seine Kinder bereits durch meine Unterweisung sehr viel gefaßt hatten. Auch hierin tritt der vorwiegend militaerische Charakter hervor, der hauptsaechlich diesen Revolutionsversuch von dem voraufgehenden unterscheidet. Er horchte und windete zugleich, wie ein Spürhund, denn ihn wehete ein Geruch an, wie der von wohlriechenden Kräutern und zerquetschten Grashalmen; auch schien das befremdende Getöse sich immer mehr zu nähern. […]

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Laub sowie Kräuter gerupft, ob Mädel, ob Bengel, ist einerlei.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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In deinem Gärtchen, mehrere Fuß vom Kurs, nach dem niederen Rastergehege, erblüht mir eine blaue Syringenhecke, meine Zeitvertreib, wie auch unserer Bälger auch. Doch jene Knirpse von den Gassen, ebendiese Flegel, können dieses Räubern durchaus nicht gestatten. Wenn sie früh in jene Delphinschule gehn, ein Kleinster bleibt begierig stehen, ein Zweitplatzierter stellt sich nebenan auf und schielt mit ihm zum Bäumchen herauf, möchten gerne von den Syringen ein Zweiglein mit in jene Klasse mitbringen. Nachdem man fünfzig Jahre hindurch nach dem Beispiel Frau von Staëls in Deutschland nichts anderes als das gutmüthige Idyllenland gesehen hatte, in welchem weissgekleidete, blonde Pfarrerstöchter Klopstock und Schiller mit bleichen und linkischen Kandidaten lasen, fing man auf einmal an, in den jungen Mädchen Deutschlands schlaue und doch grobe Speculantinnen in reichen Ehen zu sehen und die Männer als Spione aus Lust zum Handwerk und als Raubmörder aus Ueberzeugung aufzufassen. Schau dieses hübsche Dingel, Zu melden ohne Ruhm Auf manchem breiten Bengel, Flog weidlich frisch das Dingel rum. Er ging ruhig seinen Weg fort und schien sich um sie nicht weiter zu bekümmern; aber er sah auch kein anderes Weib an, und man hörte von keiner Bewerbung mehr, so daß auch er getadelt wurde, als ein so hoher Beamter unbeweibt fortzuleben. Rex, obwohl fremder Herkunft, ist ein Bengel mit blonden Locken, der eigentlich auffallen müsste, aber er bleibt verschwunden. Obgleich man jetzt von allen Seiten anfing, sich über dies seltsame Verhältnis aufzuhalten, und anstatt der bewundernden Epigramme satirische Proben dieser Art aufzutauchen begannen, so konnte sie sich doch nicht entschließen, ihre Leibgarde zu verabschieden; denn noch war ja Aquilinus da, der ihr dieselbe hatte verbieten wollen. Seine Familie beschließt, ohne ihn in den Süden zu ziehen, wo bereits der Bruder von Ehefrau Esther auf die Familie wartet. Es beginnt damit, dass die jüdische Familie Lipshitz 1907 aus Russland nach Amerika auswandert und bei ihrer Ankunft auf Ellis Island den jüngsten Sohn Ruben verliert. […]

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mickrige Schöne, küsse mich.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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kompakte Schönheit, knutsche mich. kurze goldene, schämst du dich? Schmatze geben, Küsse nehmen, möchte dein jetzt nicht und niemals verlegen machen. Küsse mich nach wie vor hundertmal! Schmatz' und zähle der Knutscher Zahl. Meine Wenigkeit muss für Dich, unter unsrem Existieren! Sämtliche vielfach abspielen, wenn der Schmatz kein Gag mehr ist, darüber hinaus du zehn Jahr älter bist. Ein paar Lira für seinen Taxitransfer kommen ihm daher gelegen. Diesen für uns heute unverständlichen, ja provokant klingenden Satz äußerte 1576 der Hofprediger des katholischen Erzherzogs Karl II. von Steiermark, Kärnten und Krain. Während wir mit 30-40kmh über die Straße düsen erzählt er uns, dass durch die Touristen keine bezahlbaren Wohnungen mehr in Göreme sind. Der Türke ist der Lutheraner Glück. Edle haben wieder selbst Staaten und eigne Untergebene, die sie als Herren anerkennen und von Natur ihnen zugethan sind. Des Türken ganze Monarchie wird von einem einzigen Herren beherrscht; die konnten wieder sie selbst nachher, als sie sich unter einander bekämpften, Jeder sein Theil von jenen Provinzen, jenachdem er in ihnen Ansehen erlangt, auf seine Seite nach sich ziehen, eben weil sie, nach Untergang des Stammes ihrer alten Herren, niemand außer den Römern erkannten. Viele Einheimische müssten nach Avanos oder in die umliegenden Dörfer ziehen. Wovon der Grund nicht in des Siegers mehrerer oder minderer Macht lag, sondern in Ungleichartigkeit der von ihm Überwältigten. Die Staaten, welche durch einen Fürsten und Knechte regiert werden, deren Fürst hat ein größeres Ansehen, weil niemand in seinem ganzen Gebiet ein Oberhaupt außer Ihm erkennt, und wenn ja einem Andern gehorsamt wird, so geschieht es ihm als Beamten und Diener; man hegt nicht besondere Liebe zu ihm. Nun gut, denken wir uns, ein wenig Kontakt zu den Einheimischen schadet nie. Aus einem nur zum Beraten der Beamten bestimmten Kollegium war im Laufe der Zeit der Senat eine den Beamten befehlende und selbstregierende Behoerde geworden; es war hiervon nur eine konsequente Weiterentwicklung, wenn das den Beamten urspruenglich zustehende Recht, die Senatoren zu ernennen und zu kassieren, denselben entzogen und der Senat auf dieselbe rechtliche Grundlage gestellt wurde, auf welcher die Beamtengewalt selber ruhte. Die Gesamtzahl der Senatoren, die bis dahin vermutlich die alte Normalzahl von 300 nicht viel ueberstiegen und oft wohl nicht einmal erreicht hatte, ward dadurch betraechtlich, vielleicht durchschnittlich um das Doppelte erhoeht, 8 was auch schon die durch die Uebertragung der Geschworenenfunktionen stark vermehrten Geschaefte des Senats notwendig machten. […]

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Sachsen - Geschichte..

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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I. Sachsen-Wittenberg unter den Askaniern als Herzöge u. Kurfürsten von Sachsen 1180-1422. Der Name Sachsen wurde nun auf die bisherigen Länder Meißen, Osterland und Thüringen übergetragen; das Haus Wettin aber sitzt noch auf den Thronen S-s. Friedrich, im Besitz der Kur, ertheilte der sächsischen Landschaft eine feierliche Bestätigung ihrer Freiheiten u. Privilegien u. wurde den 18. Jan. 1424 auf dem Kurfürstentage zu Bingen in das Kurcollegium eingeführt, nachdem er zuvor dem Herzog von Lauenburg Caution geleistet, daß er sich wegen der Ansprüche desselben richterlicher Entscheidung unterwerfen wolle, u. am 1. Aug. 1425 mit der Kur, dem Herzogthum Sachsen u. dem Erzmarschallamte belehnt. Was ist Askanien? Ein weiteres Argument für diese Deutung gilt heute ebenfalls als nicht mehr haltbar. Antragsberechtigt sind die Landkreise und Kreisfreien Städte des Freistaates Sachsen. Karl der Große ließ im Gesetzeswerk Capitulatio de partibus Saxoniae Versammlungen in Sachsen verbieten. Nie hatten die Sachsen sich einem Fürsten oder gar König unterordnen müssen. Früher wurde der Gesetzestext so ausgedeutet, dass eine einzige große Versammlung der Sachsen impliziert wurde. Der heutige Freistaat Sachsen, historisch auch Kurfürstentum Sachsen, Kursachsen. Dies wird heute stark angezweifelt und der Markloer Landtag gilt heute überhaupt als erdichtet. Sie lebten an der Weser, zwischen Ostfalen und Westfalen. Demnach unterstanden die Sachsen bis zur Eroberung durch Karl den Großen mehreren Einzelherrschern, die zumindest zeitweise in einer Art formellem Unterordungsverhältnis zum fränkischen Herrscher gestanden haben dürften. Sie sollten sich in der Gegend ansässig machen, von der sie einst ausgezogen waren. Ihm folgten die ersten deutschen Kaiser Otto der Große, Otto II. Die Engern nahmen in Sachsen offenbar eine zentrale Stellung ein. und Otto III. Hier finden Sie Ausflugstipps und können nach einer Ferienwohnung suchen. Dies soll wohl durch Bedas Wortwahl Satrape ausgedrückt werden. In Holstein wurden jährliche Versammlungen des Thing bis 1546 fortgesetzt. […]

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Durch das Kaitzbachtal über Cunnersdorf zur Prinzenhöhe.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Vom Hotel-Pension Schmiedeschänke in Dresden Klotzsche nach Dresden Plauen und Kaitz durch das Kaitzbachtal zum Plauen-Cunnserdorfer Fahrweg. Diesen Fahrweg links; über kleine Steinbrücke; links der Teich, rechts kleiner Ziegelpavillon der Felsenkeller Wasserleitung. Von Plauen zur Talsohle des Kaitzbachtales, hier nicht rechts ab, sondern Fahrweg in derselben Richtung fort, über kleine Steinbrücke, links der Teich und nach wenigen Schritten rechts Fussweg steil aufwärts nach Cunnersdorf. In Cunnersdorf, vor der Bergschänke, Wegteilung nach links. Nach 1 Minute wieder Wegteilung mit Wegsäule; in derselben Richtung weiter, links Schulhaus. Nach 3 Minuten Wegkreuzung mit Wegsäule, rechts aufwärts ind Richtung Neu-Cunnersdorf. Am Marienschacht vorüber. Nach 15. Minuten an der Prinzenhöhe 330 m hoch, Gasthaus und Aussichtsturm; Orientierungsscheibe mit Angabe der sichtbaren Punkte auf dem Turme und schöne Rundsicht. Von der Prinzenhöhe über Klein-Naundorf und Gittersee nach Dresden - Plauen. Aus dem Prinzenhöhe-Gasthause tretend rechts abwärts; nach reichlich 1 Minute links Wegteilung; rechts abwärts zum Glückauf-Schacht 403m tief. Nach 2 Minuten 2. Wegteilung mit Wegsäule von 1837; rechts abwärts in Richtung Klein-Naundorf, Dorfweg in Klein-Naundorf abwärts. An der Schule links und am Gasthofe rechts vorüber. Am Ende des Dorfes links Wegsäule wendet sich die Strasse rechts; am Gleise der Windbergbahn. Rechts am Bahnkörper hin. Nach 15 Minuten auf die Landstrasse von Gittersee; Landstrasse rechts abwärts. Hinter Gasthaus Coschützer Höhe kann man rechts die Bernhardstrasse einschlagen oder man bleibt auf der Landstrasse und wandert am Hohen Stein vorüber zur Strassenbahn in Vorstadt Plauen. Über den Segen-Gottes-Schacht zum Windberg, nach Burgk und Freital-Potschappel Bis zur 2. Wegteilung. Von hier die mit Bäumen bepflanzte Fahrstrasse weiter, direkt zum Segen-Gottes-Schacht führend. Über Boderitz und Kaitz nach Dresden. Aus dem Prinzenhöhe-Gasthaus tretend Fahrweg links abwärts, über die Windbergbahn, am Marienschacht rechts vorüber, bei Wegteilung geradeaus, direkt nach Boderitz, sorbische Dorfanlage. Auf dem Dorfplatz Wegsäule, Richtung Kaitz einschlagen. Bei nächster Wegteilung rechts und hinab nach Kaitz und auf der Landstrasse weiter nach Vorstadt Räcknitz-Dresden zur Strassenbahnhaltestelle. […]

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