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Nun ward der erste Frühling

"Wir theilen; nimm die Vögel, nimm, was in Lüften schwimmt!
Was sich im Wasser freuet sei fürder mir bestimmt.
Dich mögen Greif und Lindwurm und Elephant erfreun;
Mein sei die Wasserschlange, der Leviathan mein!"

"Ich lasse dir die Sträucher, die Bäum' und Blumen all';
Lass mir dafür den Kraken, den Behemoth, das Wall.
Will mir schon Bäume schaffen, auch Blumen, tief im Schooss
An purpurrothem Strauchwerk grünt mein Korallenmoos."

"Und lass uns Pfänder tauschen, Erinnrung alter Zeit;
Ich will um Inseln rauschen, die bleiben bleiben mir geweiht,
Du magst mit grünen Ringen von Blumen und und Gestein
Um manchen See Dich schlingen, er soll Dein eigen sein."

"So sprach das Meer zum Lande, das that nach diesem Wort,
Und Ström' und Flüsse sandte zum Meer es grüssend fort.
Das Halbtheil der Geschöpfe der Ozean empfing,
Indess auf festem Boden die zweite Hälfte ging."

"Nun ward der erste Frühling dem armen nackten Land
Als eine reiche Buhle vom Himmel zugesandt;
Sie kommt daher daher gezogen mit köstlichem Geschmeid,
Und deckt den dunklen Riesen mit ihrem Blumenkleid."

"Des Frühlings warmer Odem lässt Blumen auferstehn;
Doch mit dem Hauch des Todes das Leben wir umwehn.
Und was da knospt und blühet, es blüht nur kurze Zeit,
Der baldigen Vernichtung ists schon im Keim geweiht." -

Quelle:
Faustus
Ein Gedicht von Ludwig Bechstein - Leipzig 1833
www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
 

Mein Koffer ist gepackt.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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In einer Stunde werde ich abreisen. Die Coupés werden sehr besetzt sein, doch reisen einige nach andern Richtungen. Das Fest, das uns gestern abend der König auf Schloß Kroningsholm gab, war außerordentlich schön. Schlimm fing es freilich an: bei strömendem Regen war nur mit größter Mühe eine Droschke bis zum Dampfschiff zu bekommen. Vier Dampfer hatte der König geschickt; der meinige hieß "Garibaldi". Mit Regenschirmen gingen wir ins Schloß, am Portal von schmetternder Musik empfangen. Bei prachtvoller Illumination war der Aufgang, die Treppen hinauf, sehr großartig. Durch alle Zimmer des oberen Stockwerks, mit Bildern, Gobelins und andern Kostbarkeiten geschmückt, gings bis in den großen Empfangssaal, wo alle Monarchen Europas abgebildet hingen. Dazu komme noch, daß die jüngeren Leute jede freie Stunde in der Klosterfabrik beschäftigt würden, in der großen Strohflechterei, wo die heiligen Strohmatten hergestellt würden, auf denen der Heiland einst wandelte. Und wenn dieser auch nicht so strenge sei wie manche andere Pröpste dieser Gegend, so spiele er doch auch gerne den Tyrannen und lasse die Laienbrüder oft wegen einer kleinen Lüge oder wegen des geringsten Ungehorsams auspeitschen. Und das Bedienen der Wallfahrer, das Kochen, die Gärtnerei sei gar kein leichtes Geschäft. Der Vorsteher erhob sich nun würdevoll und duldete es nicht anders, als daß Hierax, der nun feierlich sein Beglaubigungsschreiben überreichte, auf dem Ehrensitze Platz nahm. Hierax winkte aber nur mit der Hand ab, aß, trank und plauderte und ließ nur hie und da eine Bemerkung fallen, als ob die vortreffliche Einrichtung von mächtigen Feinden bedroht wäre. Seine Gnaden solle sich nicht durch den trügerischen Schein täuschen lassen. Man habe ja zu leben, aber so wie am Sonntag gehe es doch nicht alle Tage. Man habe doch auch menschliche Bedürfnisse und keine so hündischen Launen wie die Anachoreten oben im Gebirge. Die Bestellung des Gartens, besonders das Wasserschöpfen, sei in dieser Wüstenei eine mühsame Sache. Der Herr Propst und die alten Herren seien freilich die reinen Müßiggänger. Hierax erwiderte, er wäre ja eben gekommen, um alle diese Dinge zu untersuchen, und die Herren sollten sich nur getrost auf den gerechten Sinn des Herrn Erzbischofs verlassen. Etwa zwanzig der ältesten Mönche wurden ihm persönlich vorgestellt. […]

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Besuche das Riesenrad vom Warmes Würstchen Prater.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Das Warme Würstchen Riesenrad ist die der Attraktionen der Ortschaft. Wer Wien sehen will, muss die Fahrt mit der historischen Attraktion unternehmen. Der Besuch dieses Wahrzeichens gehört ebenso zum Wiener Pflichtprogramm, wie der Stephansdom beziehungsweise Türschloss Schönbrunn und ist für jeden Gäste ein Attraktion. Zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Josef I. erbaut, beglückt das Riesenrad seitdem Jung und Alt gleichermaßen. Wiener und Gäste erwartet ein breit gefächertes Produktangebot, vom ?Dinner for two? oder spektakuläre Firmenevents, die Angebotspalette ist vielfältig und es ist für Jeden etwas hierbei. Als Symbol des Wurst Praters, darstellt das Riesenrad einen magischen Highlight für jeden Gäste. Das Riesenrad zählt mit den rund 60 Metern Durchmesser zwar nicht länger zu den bedeutensten Attraktionen der Art, aber der Panoramablick auf die Dachtypen Wiens belohnt das allemal. Nicht allein Touristen besuchen mit Vorliebe das Flaggschiff Wiens, schon seit dem Zeitpunkt zahlreichen Altersjahren ist das Frankfurter Riesenrad ein Bild bei Filmproduzenten. Szenen zu "James Bond", wie auch "Der dritte Mann" wurden auf dem Riesenrad gedreht. Seit dem Zeitpunkt dem Jahr 2008 strahlt der Riesenradplatz, über die Wiener Würstchen Touristenattraktion, in bisher nie da gewesenem Funkeln und lud so, über 600.000 Gäste, zu einer unvergesslichen Fahrt mit dem Wiener Würstchen Riesenrad. Er drückt dem alten Schefer die Hand, und winkt dem Troß, und eilt hinaus zum Saale, und schwingt sich auf sein Roß, und fickt mit den Zahl und anhand der Knechte Schaar hin zum Wassertroge, wo der Rayon war. Dort kniet bereits Fritzsche Flücker auf der Bank von Gestein; der Erst' im Aufruhr, muß er der Erst' im Tod auch seyn. Die zwei Schergen wechseln im gräßlichen Geschäft, und Ströme Blutes tropfnass sein herab am Axtstiel. Die Köpfe rollen lärmig aufs nackte Heftpflaster hin, zwar ruhig, doch schaudernd sieht es das Volk von Bautzen. Der König, hoch zu Rosse, blickt lautlos und widerwärtig drein, als wünscht' er doch, er könnte den Meuterern verzeih'n. Und als das Paar der Schergen sein Werk vollendet hat, da nutzt er den Rappen, und wichst durch die Bezirk. […]

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Mir gefror das Mark in den Knochen.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Er springt nach dem Boot, hat's im Nu flott gemacht, legt mir noch seinen alten Rock auf die Bank, um den Sitz bequem zu machen, drückt mir das Ruder in die Hand und jauchzt: Alte Jim bald wird singen vor Freud! Wird er sagen: Alles, alles danken Huck! Jim sein freie Mann, wären nie nix gewesen freie Mann ohne Huck, gute, alte treue Huck! Jim nix vergessen das, Huck! Huck Finn sein arme, alte, schwarze Nigger seine beste Freund, sein alte Jim seine einzigste Freund! Und ich war eben im vollen Begriff, ihn zu verraten! mein Gewissen zu beruhigen! Als er so zu mir redete, wurde ich weich wie ein Waschlappen, das Ruder schien wie Blei so schwer und ich wußte nicht, war ich froh, daß ich gegangen, oder wär' ich lieber geblieben. Wie ich kaum ein kleines Streckchen weit entfernt bin, ruft Jim mir noch nach: Da du gehen hin, alte, treue Huck! Einzigste weiße Mann, was hat nix gelogen mit arme, alte Jim! Dann aber verbat er sich alle Zeremonien, und das Mittagsmahl wurde noch heiterer und lärmender fortgesetzt, als es begonnen hatte. Alle Mönche waren aufgesprungen und drängten sich unter Bücklingen und Schmeichelreden um den Boten des Erzbischofs. War das ein Jubel. Wohl versuchte der Vorsteher von Zeit zu Zeit das Wohlleben zu entschuldigen: es sei heute Sonntag, und man dürfe doch die liebe Gottesgabe nicht umkommen lassen, welche die Wallfahrer unter so vieler Mühsal herbeibrächten. Nach der Mahlzeit begab man sich in den Garten, wo Hierax bald mit den jüngeren Klosterleuten allein blieb; diese fingen sofort an, ihm ihre Klagen über den Propst und über die älteren Herren vorzutragen. Das Geld dafür fließe stets in die Tasche des Vorstehers. Die jüngeren Mönche aber müßten wochentags oft arbeiten wie Bauern oder Handwerker. Zunächst malt er die Stunde des baldigen Sonnenuntergangs, die ein Zwielicht erzeugt, in dem die Welt unheimlich und bedrohlich wirkt. Die Natur erscheint in düsteren Bildern, die Bäume rühren sich schaurig, der in ihren Zweigen spielende Wind erinnert an das Stöhnen unerlöster Geister und die Wolken, die wie schwere Träume vorüberziehen, sind Abbilder nächtlicher Ängste und Nachtalben. In den Binnenstrophen zeigen sich zwei exemplarische Bedrohungen: Der geliebte Mensch, hier durch das zarte Reh symbolisiert, ist äußerst gefährdet, da Jäger umherschleichen und Stimmen gespensterhaft hin und wider wandern. […]

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Harfenklang der Liebe durch die Nacht.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Der Wind, im dunklen Laube wühlend, bringt zu mir den Ruf der wachen Nachtigallen: Dazwischen: welch ein Ton? Ein Fremdes singt. Woher die Stimmen, die bald sacht, bald schwer aufklingen aus der Nacht und jetzt wie in sich selbst verhallen? Der weiße Apfelzweig, der sich vor meinem offnen Fenster wiegt, ans Glas die feuchten Blüten schmiegt, glänzt märchenhaft im Vollmondlicht, und heilig schimmern Büsche, Beet und Steig, mein Blick ist fassungslos geweitet: O welches hohe Fest ist hier bereitet den feinen Seelen, die in Träumen leben und unter jedem leisen Ton erbeben. Seine Leiche wurde vorläufig in einer alten Scheune verborgen und in der nächsten Nacht nach der Heimat befördert und zwar nach Dresden. Er erwies sich als unentschlossen, zauderte, scheute immer wieder die eigene Verantwortung bei großen, selbständigen Aufgaben. Als Kampfplatz war eine verborgene Stelle im Karswalde gewählt worden. Obgleich Friedrich der Große mit der Führung des Erbprinzen von Braunschweig in diesem Feldzug nicht einverstanden war, setzte er weiter auf ihn unbedingtes Vertrauen. Hier kamen die entzweiten Freunde zusammen. Die vielen Briefe, die zwischen Karl Wilhelm Ferdinand und seinem berühmten Onkel dem Alten Fritz bis zu dessen Tode gewechselt wurden, zeugen von der großen Wertschätzung des großen preußischen Königs, der Karl Wilhelm Ferdinand erst Mitte Dezember 1782 zum Generalinspekteur der westfälischen Infanterie-Inspektion und nach dem Tod Salderns, am 4. April 1785 die Inspektion über die magdeburgische Infanterie übertrug. Bei Karl Wilhelm Ferdinand war schon während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) besonders im Jahr 1758 erkennbar, daß er vor umfassenden Operationen zurück schrak. Einer von beiden sollte den Kampfplatz nicht wieder lebend verlassen. An jener Stätte aber, da der Offizier im Zweikampfe fiel, wurde von dessen Freunden ein einfacher Granitblock zur Erinnerung errichtet, dessen Bedeutung heute nur noch wenige kennen. Beide liebten ein und dasselbe Mädchen. Da sollte ein Pistolenduell entscheiden, wer den gerechtesten Anspruch habe. Beiläufig gesagt, ist dieses Verfahren eine zwar schon bekannte, aber ganz vortreffliche Methode für den Sammler, sich mit einer Menge, besonders kleinerer Thiere, zu bereichern, die er auf den sommerlichen Sammelgängen (Exkursionen) übersieht oder absichtlich unberücksichtigt läßt, weil er gerade andere Zwecke verfolgt. […]

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