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Mit Blut getränkten Erde Afrikas.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Sein Gesicht leuchtete wie in überirdischem Glanze. Fern von der Erde, deren Freuden er niemals gekannt, mitten in der Nacht, die ihm ihr mildes Licht spendete, auf dem Wege zu jenem Himmel, dem er sich wie in wundersamer Himmelfahrt näherte, schien er schon jetzt in ein neues Leben einzugehen. Und einmüthig knieten die Freunde nieder, um schweigend zu beten. Am folgenden Morgen wehte der Wind von Süden, und der Victoria segelte ziemlich langsam über ein wüstes Gebirgsplateau hinweg; hier zeigten sich ausgebrannte Krater, dort tiefe Schluchten, aber nirgends auch nur ein Tropfen Wasser. Die dürren Bergkämme sowohl, wie die aufgethürmten Felsen, erratischen Blöcke und weißlichen Mergelgruben verkündeten die äußerste Unfruchtbarkeit. Der Waffenrock weist an der Naht zum Kragenansatz, unterhalb der rechtsseitigen drei Generalssterne, ein kleines Einschussloch auf, durch welches das Stahlmantelgeschoss aus der Pistole des Attentäters eindrang, dem Thronfolger die Halsvene zerriss und die Luftröhre verletzte. Der Rock ist an der Innen- und Vorderseite mit Blut durchtränkt, Blutspuren sind auch an der Hose vorhanden. Einschnitte am linken Brustteil des Rockes und am linken Ärmel stammen von den ersten Rettungsversuchen für den Sterbenden. Die Rückseite des Rockes ist vom Kragen bis zum linken Schoßteil aufgeschnitten, eine Maßnahme die dazu dienen sollte, den bereits todesstarren Leichnam des Erzherzogs für die Aufbahrung wieder leichter anziehen zu können. In der Innenseite des Rockes ist der Mittelteil des rechten Rückenfutters fast ganz entfernt. Dies rührt daher, dass Unbekannte, wahrscheinlich beim Aufschneiden der Rückenseite, sich kleine Stücke aus dem weißen Seidenfutter als Souvenir herausgeschnitten hatten. Solche Stoffstücke gelangten später in Umlauf und waren noch nach dem Zweiten Weltkrieg in Jugoslawien gelegentlich anzutreffen. Dies führte sogar zu Gerüchten, dass die Uniform des Thronfolgers nach dem Attentat zerstückelt worden sei und der ausgestellte Waffenrock demnach falsch wäre. So je im Tempel Ernstes und Heiliges Das Herz mir traf in großen Entfaltungen,Des Gottes dunkle OffenbarungSchauer mir goß in des Geistes Tiefen, Und wär es Blut und Leib des Erlösers selbst, Da ihn mein Mund berührte zum erstenmal,So Unaussprechliches im HerzenNicht an der Treppe des Altars fühlt ich,Und zürnte mir der Himmel und zürnte mirDie Erde, die im Staube Gebete lallt,Doch seis bekannt, vor deinem SargeFeiert ich größere, kühnre Andacht. Und fern vom goldnen Altar erschallt der Chor Zu Friedrichs Einsamkeit und des Vaters Sarg, Als wollt er ihren Zorn, als wollt erReuig den rächenden Gott besänftgen. […]

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