suchen und finden mit SuchMin

Honig, der Macht

Ihr wisst, der Baierherzog vermählt der Tochter Hand;
Ganz München glänzt im Festprunk, zu weit nur liegt das Land.
Wir möchten gern die Feier und gern das Brautpaar sehn,
Doch nur, wenn Ihr uns hülfreich, o Faustus, kann's geschehn.

Eine glatte Schlange giebt es, die leicht in Herzen schleicht,
Und einen süssen Honig, der Macht als Kost gereicht.
Und eine Blume, giftig, voll Balsamdufts dabei:
Sieh, Schlange, Honig, Blume, das ist die Schmeichelei.

"Wir schaun das Fürstenbrautpaar, eh' wieder Abend naht,
Nur sorget, dass nicht lautbar und stadtkund wird die That.
Wir wollen schneller reiten, wie Perseus einstens ritt,
Wir nehmen nur das Hütlein des Fortunatus mit."

"Ich, Faustus-Fortunatus, führ' Euch auf luft'ger Bahn;
Es wird im Meer der Wolken mein Mantel unser Kahn.
Wir segeln hoch und schweigend, vom Aetherduft umhaucht,
Ins Bad der Morgenröthe das kühne Haupt getaucht!"

So redet Faustus heiter, er winkt dem Diener zu;
Aus breitet der den Mantel - sie schwinden hin im Nu.
Hoch über Berg' und Wälder, gleich einer Wolke Zug,
Die Sturmwind fortpeitscht, richten sie südwärts ihren Flug.

Und eh' der Alpen Kronen erglühn im Morgenschein,
Die fern heräbergrüssen ins ebne Land herein,
Stellt schon auf festen Boden der Zaubrer seine Last,
Die, schwindelnd von der Luftfahrt, noch kaum das Wunder fasst.

weiter =>
 

Box Kampf, Canada, Moskau.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Kock der Canadier: - Plumps! Richtet sich abermals uff. Ob dann der Käsow den Kock haut, oder ob er das vollzieht, ob es im Bauchstoß, im Knock-out* oder von seitwärts geschieht kurz: Es verlaufen die heit'ren Stunden wie Kinderpipi. Sparen wir daher die weit'ren Termini technici. Und es endet zuletzt reizvoll, wie es beginnt: Kock wird tödlich verletzt. Käsow aber gewinnt. Leiche von Kock wird bedeckt. Saal wird langsam geräumt. Käsow bespült sich mit Sekt. Leiche aus Canada träumt. Floyd Mayweather hat den Angriff von Manny Pacquiao im Rekord-Boxkampf erfolgreich abgewehrt und bleibt auch in seinem 48. Profi-Duell ungeschlagen. Der 38 Jahre alte Amerikaner gewann in Las Vegas den höchstdotierten Kampf der Geschichte gegen den philippinischen Volkshelden klar nach Punkten. Die Richter werteten das Aufeinandertreffen, das den hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte, mit Mayweather. Boxkampf ein Überblick: 99 Dollar kostete der Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao nicht am Ring in Las Vegas, sondern als Payper-View-Übertragung in HD-Qualität. Trotz des hohen Preises war der Andrang so groß, dass der Kampf erst mit Verzögerung beginnen konnte, da es bei der technischen Abwicklung zu Problemen kam. Floyd Mayweather hat den Rekord-Boxkampf gegen Manny Pacquiao in Las Vegas klar gewonnen. Der 38 Jahre alte Amerikaner bezwang im höchstdotierten Duell der Geschichte den zwei Jahre jüngeren Philippiner Pacquiao einstimmig nach Punkten. Die Richter werteten das Aufeinandertreffen mit für Mayweather. Las VegasFloyd Mayweather hat den Rekord-Boxkampf gegen Manny Pacquiao in Las Vegas klar gewonnen. Der 38 Jahre alte Amerikaner bezwang im höchstdotierten Duell der Geschichte am Samstag (Ortszeit) den philippinischen Volkshelden einstimmig nach Punkten und blieb unbesiegt. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. Und so ward die Flamme gedämpft, das Herz des Schlosses erhalten, u. obwohl in der Stadt einige verwundet u. getötet, desgleichen vom Feuer ergriffen u. vom Rauche erstickt worden waren, so ist doch auf dem Schlosse keiner Person Leid widerfahren. Was war es aber für ein schrecklicher Anblick, da der Feind sich unsichtbar gemacht u. die verarmten Leute vom Schlosse u. von den Feldern auf den Brandstätten zusammenkamen! Nichts war jammernswerter, als der Anblick so vieler Leichen u. der Verlust an Eltern, Ehegatten u. allernächsten Freunden. Unzählige Thränen flossen aus den Augen aller, u. wer noch des andern Tages sich auf den Gassen umsehen wollte, konnte mit unbedeckten Füßen auf dem erhitzten Pflaster nicht fortkommen. Auf dem mit Rasen überdeckten Kirchenplatz, etwa hundert Schritte vom Grabe Hans Joachims entfernt, erhebt sich ein hoher, zugespitzter Feldstein mit einer eingelegten Eisenplatte. Campen in der Oberklasse als Verlust der Finsternis, Die Lust am Glamping macht doch das Licht aus. […]

Read more…

Hopsassa und Tschingterassa Bum.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Was du nur willst! Dieweil du reimen kannst und in beliebtem Hopsassa erzählst was dir zu Leids geschah, schmähst du auf jeden braven Wanst, der reimlos seine Wege geht und von der Narrheit nichts versteht, die dich, indes er ißt und trinkt, in schmerzliche Ekstase bringt und dich ekstatisch hungern läßt. Er soll dir deine Narrenqualen etwa mit seinem Gelde zahlen? Dir ist dein Narrsein ja ein Fest! So zahle deine Feste selber und neide nicht voll Prahlerei und widriger Phantasterei ihm seine wohlgeratnen Kälber, du elendiger Hopsassa und Tschingterassa Bum! Dem Psychologen wird das Rätsel erklärt sein, wenn ich ihm sagte, daß die Gesinnungen, die ich seitdem hier und da und in folgender Erzählung geäußert habe, schon damals alle lebendig in meiner Seele lagen, als ich mit neun Talern und dem Tacitus in der Tasche auf und davon ging. Daß ein Student den Tag vorher, ehe er durchgeht, seine Schulden bezahlt, schien ein starker Beweis des Wahnsinns. Meine meisten Schicksale lagen in den Verhältnissen meines Lebens; und der letzte Gang nach Sizilien war vielleicht der erste ganz freie Entschluß von einiger Bedeutung. Bei einem Kosmopoliten können sie, auf einem festen Grunde von Moralität, wohl noch etwas Gutes wirken. Was sollte ein Dorfpfarrer mit diesen Gärungen? Ich überlasse den Philanthropen die Betrachtung über diesen Schluß, der eine sehr schlimme Meinung von der Sittlichkeit unserer Jugend verrät. Der Sturm wird bei mir nie so hoch, daß er mich von der Base, auf welcher ich als vernünftiger, rechtlicher Mann stehen muß, herunterwürfe. Nach so vielen Jahren ging er noch in Trauer um seine verstorbene Frau. Er war schwarz gekleidet und hatte an seinem Hute einen Flor, der viele unregelmässige Falten schlug. Der altmodische Rock, den er trug, bewies, wie gleichgültig ihm seine äussere Erscheinung geworden. Schulen, Bibliotheken, Vorträge und der Verkehr mit geistig hervorragenden und charakterfesten Menschen, die wahre Aerzte der Seele sein werden, werden das ihrige dazu beitragen, diesen Heilungsprozeß zu ermöglichen und zu beschleunigen. Natürlich werden diese Strafen nur die Gelegenheitsverbrecher treffen und die jugendlichen Verbrecher, die ja die Mehrheit unserer Verbrecherwelt bilden und die erst durch unsere Gefängnisse in ihren Verbrecherinstinkten bestärkt werden. […]

Read more…

Wellington erhält eine halbe Krone.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Aber was war auch der Doctor für ein Mann in den Augen unseres würdigen Joe! mit welcher Achtung und welchem Vertrauen nahm er seines Herrn Rathschläge an! Wenn Fergusson einmal gesprochen hatte, konnte nur ein Thor etwas dagegen einwenden! Alles, was er dachte, war richtig, Alles, was er sagte, vernünftig, Alles, was er unternahm, möglich, und Alles, was er vollendete, bewundernswerth. Man hätte Joe in Stücke zerhauen können, eine Procedur, die jedenfalls nur mit dem größesten Widerstreben vollzogen worden wäre - nie würde er seine Meinung rücksichtlich des Doctors, seines Herrn, geändert haben. Herzogenbusch zu decken u. um das dritte Bundescorps abzuwarten. Herzogenbusch von Hohe genommen u. das Hellwigsche Streifcorps am 29. Jan. in Brüssel eingezogen war, brach auch am 30. Jan. Cantonnirungsquartiere bezog; Borstell blieb mit 9500 Mann unter den Befehlen des Herzogs von Weimar, welcher am 7. Febr. in Brüssel sein Hauptquartier nahm, in den Niederlanden stehen. Der Herzog, vorerst zu ernstlichen Unternehmungen zu schwach, begnügte sich die Niederlande gegen das 1. französische Corps, welches sich zwischen Lille, Ypern, Douai, Valenciennes, Condé u. 300 Mann waren geblieben, 2 Generäle u. 2000 Mann wurden gefangen. Auch von Condé, Philippeville, Maubeuge u. Ostende aus machten die Franzosen Ausfälle, der von Antwerpen am 17. März wurde abgewiesen. Am 12. März traf Thielmann mit 7000 Mann sächsischer Landwehr in Brüssel ein u. verstärkte so das 3. Armeecorps bis auf 19,500 Mann. Große humane Arbeitsanstalten werden errichtet werden; riesige Farmen werden dem Verbrechernachwuchs zum Aufenthalt dienen, aber auch denen, die Neigung zum Alkoholismus verraten, und sich darin als unverbesserlich erweisen; und an die Stelle unserer furchtbaren Zuchthaus- und Gefängnisstrafen werden Geldstrafen, Arbeitsstrafen, Duschen, Feldarbeiten und Hausarrest treten. Keiner wird dann mehr die Strafe als solche empfinden, sondern nur einen Versuch darin sehen, den psychischen Krankheitskeim in ihm zu stören, ihn wieder "gesund" zu machen, und ihn als gesundes Mitglied der Menschheit wiederzugeben. Jetzt, da er von den beiden, einst rivalisierenden, nun längst versöhnten großen mächtigsten Kulturstaaten Europas, deren Kraft auf dem Wesen des Deutschtums beruht, von Vaterstadt und Wahlheimat, von Deutschland und Österreich als geistige führende Macht vor aller Welt anerkannt und ausgezeichnet worden war. Krone Mann Augen Vertrauen […]

Read more…

Hochbahn in Berlin.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Fährt die Hochbahn in ein Haus hinein, auf der ändern Seite raus, blind stemmt sich Haus an Haus, gefährlich flutet, wimmelt, tutet und bimmelt am Kurfürstendamm und am Zoo das Leben drängt so oder so unter die Räder. Jeder verkehrt hier mit allen, mit stillen Menschen oder mit toten. Ich bin so stolz darauf, dir einen Scheck zu überweisen. Ja, hier heißt es sich durchbeißen. Das gibt mir mancherlei Lehre. Heute ging mir beim Kofferflicken die Nagelschere entzwei. Not bricht Eisen. Quelle: Reisebriefe eines Artisten Joachim Ringelnatz - 1927 Berlin liegt auch im Sommer 1839 war er wieder in Kissingen gewesen, hatte von dort aus München besucht, wo die eben damals entstandenen griechischen Landschaften Rottmanns noch einen überaus harmonischen Eindruck auf ihn gemacht hatten, und allen Briefen nach, die eintrafen, schien er ein Genesener und bei heiterster Stimmung zu sein. Aber schon bei seiner Rückkehr nach Berlin zeigte sich eine große Erschöpfung. Er nahm noch teil an allem, indes die Mattigkeit wuchs. Auch ein Ausflug im nächsten Sommer versagte den Dienst, und schwer krank kehrte er am 7. September (1840) nach Berlin zurück. Eine allgemeine Apathie kam über ihn, der Puls zeigte kaum noch fünfzig Schläge in der Minute, und eine Verdunkelung des einen Auges gab zur Befürchtung des Schlimmsten Veranlassung. Ein Aderlaß wurde angeordnet, aber schon nach wenigen Minuten sank er in eine tiefe Ohnmacht, um nie wieder zum vollen Bewußtsein zurückzukehren. Und doch lebte er noch länger als ein Jahr. Um seine Neutralität als Souverän vor den Augen Frankreichs zu demonstrieren, lehnte der Herzog im August 1806 den Wunsch seines obersten Kriegsherrn ab, in Berlin einen Operationsplan zu entwerfen. Noch im Jahr zuvor hatte Herzog Karl Wilhelm Ferdinand den Plan für eine eventuelle Teilnahme Preußens am Dritten Koalitionskrieg erarbeitet. König Friedrich Wilhelm III. mußte deshalb Generalleutnant von Rüchel sowie die Obersten von Phull und von Scharnhorst zu Planungen in die herzogliche Residenz nach Braunschweig entsenden! […]

Read more…