suchen und finden mit SuchMin

Honig, der Macht

Ihr wisst, der Baierherzog vermählt der Tochter Hand;
Ganz München glänzt im Festprunk, zu weit nur liegt das Land.
Wir möchten gern die Feier und gern das Brautpaar sehn,
Doch nur, wenn Ihr uns hülfreich, o Faustus, kann's geschehn.

Eine glatte Schlange giebt es, die leicht in Herzen schleicht,
Und einen süssen Honig, der Macht als Kost gereicht.
Und eine Blume, giftig, voll Balsamdufts dabei:
Sieh, Schlange, Honig, Blume, das ist die Schmeichelei.

"Wir schaun das Fürstenbrautpaar, eh' wieder Abend naht,
Nur sorget, dass nicht lautbar und stadtkund wird die That.
Wir wollen schneller reiten, wie Perseus einstens ritt,
Wir nehmen nur das Hütlein des Fortunatus mit."

"Ich, Faustus-Fortunatus, führ' Euch auf luft'ger Bahn;
Es wird im Meer der Wolken mein Mantel unser Kahn.
Wir segeln hoch und schweigend, vom Aetherduft umhaucht,
Ins Bad der Morgenröthe das kühne Haupt getaucht!"

So redet Faustus heiter, er winkt dem Diener zu;
Aus breitet der den Mantel - sie schwinden hin im Nu.
Hoch über Berg' und Wälder, gleich einer Wolke Zug,
Die Sturmwind fortpeitscht, richten sie südwärts ihren Flug.

Und eh' der Alpen Kronen erglühn im Morgenschein,
Die fern heräbergrüssen ins ebne Land herein,
Stellt schon auf festen Boden der Zaubrer seine Last,
Die, schwindelnd von der Luftfahrt, noch kaum das Wunder fasst.

weiter =>
 

Das Zauberschwert.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Ihr, die, die Rel'gion zu schänden, Sophismen lehrt, Merkts euch! Ihr führt mit frechen Händen Das Zauberschwert. Zwar werden manchesmal die Schwachen Von euch besiegt; Doch muß der Weise euch verlachen, Den ihr bekriegt. Den 5ten Februar 1806 Quelle: Gedichte Franz Grillparzers 1872. Er entging aber diesmal der Gefahr. Cardoso war dadurch in seine ehemalige unangenehme Lage zurückversetzt, mußte ein Abenteurerleben beginnen, von seinem Wahne gewissermaßen Brot für sich und die Seinigen ziehen, trieb bald in Smyrna, bald in Konstantinopel, auf den griechischen Inseln und in Kairo allerhand Spiegelfechtereien und nährte den sabbatianischen Unfug mit seinem reicheren Wissen, beredtem Munde und seiner gewandten Feder. Ein Ungläubiger, Abraham Nuñes in Tripolis, klagte den phantastischen Propheten öffentlich vor Juden, Türken und Christen gewisser Vergehungen an, wodurch Cardoso beinahe in Ungnade beim Bey gefallen wäre und sein Leben verwirkt hätte. Erst spät legt' ich mich ins Zelt und hoffte des tiefsten Schlafes zu genießen; aber die Natur hat manches Unbequeme zwischen ihre schönsten Gaben ausgestreut, und so gehört zu den ungeselligsten Unarten des Menschen, daß er schlafend, eben wenn er selbst am tiefsten ruht, den Gesellen durch unbändiges Schnarchen wach zu halten pflegt. Die Werkzeuge sind einfacher Natur und bestehen in einem Darme, der von der Mundöffnung aus in verschiedenen Windungen nach dem After verläuft. Der ziemlich kurze dritte, mit einem Blinddarm versehene Theil leitet den zur Verwerthung geeigneten Speisebrei Chymus fort und wird gewöhnlich als Dünndarm bezeichnet, während der Dickdarm mit dem Mastdarme als das Ende der ganzen Vorkehrung das Unverdauliche aus dem Körper entfernt. Er freuete sich nicht wenig darüber, daß ich ihm so unvermutet in die Hände gefallen war und befahl, daß ich ihm unverzüglich folgen sollte. Dieser ward darüber im Anfange so bestürzt, als wenn er dergleichen vorher niemals gehört, und bildete sich ein, ich wäre ein schwedischer Spion. Ich wandte zwar alles dagegen ein, was ich nur konnte, ich versicherte auf Treu und Glauben, daß ich sein Landsmann sei; ich entdeckte ihm meinen Namen, mein Vaterland, meinen Stand und die Ursache meiner Reise. Aber es war alles vergebens, und ich mußte mich mit Gewalt in Verhaft nehmen lassen. […]

Read more…

Der Liebe, ein Licht, große Sonne der Freiheit.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Der Liebe tief verletzbarem Verkünder, dir Shelley, kett ich dankbar mein Sonett: Ein Licht, dein zart entschleiertes Violett, ward großer Sonne feiernder Entzünder. Nach solcher Freiheit purpurten die Münder zum Rufe Hingebluteter im Bett: Geweihter Walstatt rächendes Skelett, stand Hellas' Traum erblitzender Begründer. Ein Mond in deinem Blick zerperlte Zähren. Der Möwe Silberflug, auf schwerer Flut, schien bleich der Seele Staunen zu erklären. Gestirntes Ahnentum empfand das Blut, da wollte dein Geheimsein Sturm gewähren, bis jung und gut du erst im Meer geruht. Hier ward ich aufs schärfste befragt, mein Degen ward mir abgenommen, man verurteilte mich, endlich aber ward ich losgesprnochen und mit einer höflichen Entschuldigung wieder in die Freiheit gesetzt. Mir ist ein solcher Zufall hier in Dänemark begegnet, da ich noch auf dem borrichischen Collegio war und einmal zu Fuß nach Helsingör ging. Mein Feldherr aber hat weder einen großen noch kleinen Triumph wegen dieses Sieges gehalten. Ich ward also als ein andrer Jugurtha von einem neuen Marius im Triumph durch einen Reuter aufgeführt, welcher den Feldherrn begleitete, und mußte mich ganz unschuldigerweise nach einem Wirtshause zurückbringen lassen, welches auf der Hälfte des Weges nach Helsingör lag. Übrigens war ich von allen Beschwerlichkeiten befreiet, welchen die Reisenden in Deutschland und in den nordischen Landen unterworfen sind, da man außen vor dem Tore stehen und warten muß, bis der Commendant oder die Obrigkeit des Orts von der Ankunft der Fremden Nachricht erhält und Befehl erteilt, daß man eingelassen wird, wo man überdem in dem Hause, wo man einkehret, seinen Namen, Stand, seine Verrichtung und was man sonst vorzunehmen willens ist, anzeigen muß, welches alles den Reisenden höchst beschwerlich fällt und von dem Mißtrauen zeuget, welches den nordischen Völkern eigen ist. Ich traf nicht weit von der Stadt einen Lieutenant an, dem ich erzählte, daß ich diese fünf Meile von Kopenhagen nach Helsingör zu Fuß abgelegt hätte. Denn ohne Paß wäre es mir unmöglich gewesen, eine solche Reise, wie ich nun vornahm, durch Deutschland anzustellen, wo man wohl zehnmal des Tages von einem rauhen Soldaten diese Worte: wer da? zurück! wohin? hören muß. […]

Read more…

Wo hinaus steuern wir?.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Wie sein Freund den Compaß zu Rathe zog, nach Nord-Nordwest. Aber zum Teufel! Das ist nicht Norden! Ein letzter Blick, sagte der Doctor, auf diesen noch unüberschrittenen Breitegrad, über den die unerschrockensten Reisenden nicht haben hinauskommen können. Das sind sicher die unzugänglichen Stämme, von denen die Herren Petherick, D'Arnaud, Miani sprechen; ebenso wie der junge Reisende, Herr Lejean, dem wir die besten Arbeiten über den obern Lauf des Nil verdanken. Zuletzt griffen Joss Stone und Maroon 5 auf die Dienste von Nile Rodgers zurück. Östlich des Niltals, in der Arabischen und in der Nubischen Wüste, steigt die Landoberfläche allmählich bis auf 2.500 m an und fällt dann steil nach Osten hin ab. Auch im Norden verläuft in westöstlicher Richtung eine Senkungszone mit einer Anzahl Oasen, deren bekannteste Siwa ist. Auf Instagram veröffentlicht der Journalist regelmäßig Fotos seiner Reisen man sieht ihn vor dem Matterhorn posieren, in Mosambik steht er neben einem Nilpferd und in Mexiko neben Köpfen toter Schweine, die eine Metzgerei im Angebot hat. Die östliche Sahara stellt eine weithin gleichförmige Hochfläche dar, in die mehrere große Oasenniederungen eingebettet sind. In Prag ist es ein Bier-Spa, das er unbedingt besuchen will. Und gibt es für Deutschland schon konkrete Pläne? Nile Rodgers und Bernard Edwards, die kreativen Köpfe von Chic, sind jedoch alles andere als Stillstandsknechte. Am 5. Mai wird er in Dresden landen. Zu dieser Senke gehört die Kattara-Depression, mit 133 m u. Die Plateaus brechen hier stufenförmig oder mit einheitlichem Steilhang 100 bis 140 m tief ab. Dort steht auf jeden Fall ein Besuch des Hygiene-Museums auf dem Programm. Die medizinische Versorgung ist durch Krankenhäuser, Ärztehäuser, Arztpraxen und Apotheken gewährleistet. Die nahe gelegene Dresdener Heide und die Elbwiesen bieten sich für Fitness und Freizeit an. Das Objekt befindet sich im Stadtbezirk Loschwitz von Dresden. Die südliche Felsenspitze trägt einen aus Balken hergestellten Aussichtsturm. Es ist ein wundervolles Landschaftsgemälde, das der Keulenberg bereitwilligst jedem Besucher zeigt, vorausgesetzt, daß der Berg nicht gerade seine Nebelkappe sich aufgestülpt hat. Dresden-Loschwitz ist ein vorwiegend mit Mehrfamilienhäusern und Villen bebautes Wohngebiet und erstreckt sich nördlich der Elbe. Auf den Höhen sind manchmal die diluvialen Schottermassen so mächtig, dass sie einen sichtbaren Einfluß auf die Gestaltung der Oberfläche ausgeübt haben. […]

Read more…

Auerbachs Keller..

Posted by Admin on Feb 18, 2008
Filed under Uncategorized | Comments (12)

Das Leben froh geniessen, ist eine Kunst, gar werth, die Professorenweisheit, Magisterwitz nicht lehrt. Musst sie vom Leben lernen, das lehrt ohn' Unterlass, dann wird das Universum Dir Universitas! So spricht der Geist zu Faustus, der wieder traurig sass, so gern vergessen mochte, doch immer nicht vergass; gern hätt' erlöschen sehen der Lebenslampe Docht, und gern sich selbst begraben, hätt' er das nur vermocht. Das Leben ist ein Becher, der Gall' und Honig eint; ist Fackel, die bald aufflammt, bald zu verlöschen scheint; ein Würfel, der dem Spieler bald viel, bald wenig zeigt; ein Sprosser, der im Mai singt, dann lange, lange schweigt. Er mochte nun immer hervorheben, daß des Menschen Wille frei sei und er keines von beidem wolle, es half ihm nichts, er mußte eine Wahl treffen, und so entschloß er sich denn kraft der Gottesgabe, die man Freiheit nennt, sechsunddreißigmal Spießruten zu laufen, und zwei dieser Spaziergänge hielt er auch aus. Schon hatte er wieder etwas Haut und konnte gehen, als der König der Bulgaren dem Könige der Avaren eine Schlacht lieferte. Ein wackerer Wundarzt heilte Candid in drei Wnochen durch jene von Dioskorides gelehrten Umschläge. Als man zum dritten Gange schreiten wollte, konnte Candid nicht mehr und bat, man möchte dann doch schon lieber die Güte haben, ihm den Schädel zu zertrümmern. Das Regiment bestand aus zweitausend Mann, das bedeutete viertausend Rutenschläge für ihn, welche ihm vom Nacken bis zum Hintern hinab Muskeln und Nerven bloßlegten. Die Gunst ward ihm gewährt, man verband ihm die Augen und ließ ihn niederknien. Hier fragte man ihn auf dem Gerichtswege, ob er lieber von dem ganzen Regiment sechsunddreißigmal ausgepeitscht werden oder auf einmal zwölf Bleikugeln ins Hirn bekommen wolle. In diesem Augenblick kam der König der Bulgaren vorbei und erkundigte sich nach dem Verbrechen des armen Sünders, und da dieser König einen großen durchdringenden Verstand besaß, erkannte er aus allem, was er über Candid hörte, daß er ein junger, in Dingen dieser Welt völlig unwissender Metaphysiker sei, und begnadigte ihn mit einer Milde, die in allen Zeitungen und allen Jahrhunderten gepriesen werden wird. […]

Read more…