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XVI. Auerbachs Keller.

Das Leben froh geniessen, ist eine Kunst, gar werth,
Die Professorenweisheit, Magisterwitz nicht lehrt.
Musst sie vom Leben lernen, das lehrt ohn' Unterlass,
Dann wird das Universum Dir Universitas!"

So spricht der Geist zu Faustus, der wieder traurig sass,
So gern vergessen mochte, doch immer nicht vergass;
Gern hätt' erlöschen sehen der Lebenslampe Docht,
Und gern sich selbst begraben, hätt' er das nur vermocht.

"Das Leben ist ein Becher, der Gall' und Honig eint;
Ist Fackel, die bald aufflammt, bald zu verlöschen scheint;
Ein Würfel, der dem Spieler bald viel, bald wenig zeigt;
Ein Sprosser, der im Mai singt, dann lange, lange schweigt."

"Du musst den Becher leeren, auch Gall' ist Arzenei!
So lang' die Fackel leuchtet, steht Dir zu wandeln frei!
Und zeigt Dir Glück der Würfel, erfass' es, halt' es fest!
Wenn Sprossers Lied verstummt ist, dann sitzt er warm im Nest."

Auf denn! Aufs Neue rasen! Den vollsten Becher mir!
Ich will ihn durstlos leeren, und taumeln zur Begier!
Den Arzt her, der mir Mohnsaft für innern Schmerz verschreibt!
Wird nicht der Schmerz gehoben, so wird er doch - betäubt! -

Er sitzt in Au'rbachs Keller, den Sang und Klang durchtönt,
Womit so gern die Freude die Lust der Becher krönt;
Sein Wagner ihm zur Linken im stattlichen Talar,
Und zu des Meisters Füssen ruht still Prästigiar.

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Alte und junger Wein.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Ihr Alten trinkt, euch jung und froh zu trinken: Drum mag der junge Wein für euch, ihr Alten, sein. Der Jüngling trinkt, sich alt und klug zu trinken: Drum muß der alte Wein für mich, den Jüngling, sein. Der alte und der junge Wein. Was soll ich hier, so lang' ich bin, mich um die Zukunft kränken? Ich will mit kummerlosem Sinn auf Wein und Liebe denken. Denn plötzlich steht er da, und spricht, der grimme Tod: Von dannen! […]

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Abnehmende Tage, nach langen sonnighellen Wochen.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Wie hat es heut mich überrascht, ich sah das Sonnlicht wie gebrochen, schon von der Dämmrung Flug erhascht! Es lag ein hold und sanft Verglimmen, welch eine Stille auf der Welt! Im Wald die letzten Vogelstimmen, die Flur vom Abendrot erhellt. Noch war mit ihren Blumen allen die Wiese bunt geschmückt und reich, doch wie der Sense schon verfallen und wie von Ahnungsgrauen bleich! Es klang ein Echo ferner Laute, und ach, in diesem Abend lag ein Etwas, das mir still vertraute: Von heute nimmt nun ab der Tag! Vergleichen mußt' ich's mit den Jahren, wo erstes Alter uns beschleicht, wo staunend wir und ernst gewahren, daß uns ein kühler Hauch erreicht. Der Vollmond steht der Sonne gegenüber am Himmel, er befindet sich (von der Sonne aus gesehen) hinter der Erde. Die gesamte der Erde zugewandte Mondhälfte ist nun im Sonnenlicht. Bei Sonnenuntergang geht der Mond gleichzeitig auf und geht erst wieder bei Sonnenaufgang unter. Er geht deshalb nach der Sonne unter und die Mondsichel wird in der Abenddämmerung sichtbar. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Menschen, die zu Depressionen neigen, in den Wintermonaten häufiger zu süßen, kohlenhydratreichen Lebensmitteln greifen. An den folgenden Tagen geht er vermehrt später als die Sonne unter und lässt sich immer länger in der Dämmerung oder Nacht beobachten. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 800.000 Menschen an einer saisonal abhängigen Depression leiden, kurz SAD oder auch Winterblues genannt. Sie empfängt von der Erde reflektiertes Sonnenlicht und wirft dieses wieder zurück. Steht der Mond besonders nahe an der Verbindungslinie Sonne-Erde, so kann er vom Schatten der Erde verfinstert werden: Es findet dann eine Mondfinsternis statt. Die Helligkeit dieses Lichtes ist allerdings so gering, dass sie mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar ist. Die ist dann von allen Orten aus sichtbar, wo der Mond am Himmel steht, bzw. die Sonne untergegangen oder noch nicht aufgegangen ist. Weil die Mondbahnebene gegenüber der Erdbahnebene geneigt ist, findet nicht jeden Monat eine Mondfinsternis statt (Mehr zu Mondfinsternisse). […]

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Der Bauer, der sein Kalb verloren hat B.

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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Der Bauer steiget von der Spitze Des Baums, auf dem er forschend stand Herab und tritt zum Rasensitze, Wo er die beiden – küssend fand: "Ach Herr, ihr könnt mich glücklich machen, Ihr sehet ja, spricht er schon halb Beruhiget, so viele Sachen, Sagt mir, seht ihr nicht auch mein Kalb." Den 28 November 1806 Quelle: Gedichte Franz Grillparzers 1872 www.zeno.org - Contumax GmbH & Co.KG […]

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Ich bin noch nie in Kurdistan gewesen und .

Posted by Admin on Feb 18, 2008
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erkenne dieses Fleisch doch bereits am Geruche; also muß ich es auch schon in andern Ländern gegessen haben. Was ist es für ein Tier? Es ist Bär. Habe ich recht? Ja wirklich, du kennst es! rief er erstaunt. Ich kenne es noch besser, als du meinst. Ich habe noch nicht in diese Schüssel geblickt und wette dennoch mit dir, daß das Fleisch die Tatze vom Bären ist! Du hast es erraten! Nimm und iß! Nun ging es an das Erzählen von Jagdgeschichten. Der Bär ist in Kurdistan allerdings sehr häufig anzutreffen, aber bei weitem nicht so gefährlich, wie der große graue Petz von Nordamerika. Zu den gedämpften Bärentatzen gab es ein dickes Mus von gedörrten Birnen und Pflaumen, dem ein gepanzertes Gericht folgte, nämlich gesottene Krebse, zu denen eine Zuspeise gereicht wurde, die mir sehr fremd und kompliziert erschien. Ich erlaubte mir, mich zu erkundigen, und die Frau des Vorstehers gab mir bereitwillig Auskunft: Nimm Kürbisse und koche sie zu Brei, meinte sie. […]

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